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Blick auf die Börse: Nervöse Anleger belasten den Dax

24.08.2015 – Boerse_by_Thorben Wengert_pixelio.deAngespannte Stimmung herrscht derzeit auf dem Börsenparkett: So hatte vor allem China zum Wochenausklang für einen deutlichen Kursrutsch gesorgt. Dabei dürfte die Nervosität bei den Anlegern – angetrieben von Asien und der Zinswende – auch in dieser Woche für Nervosität bei den Anlegern sorgen. Auch die Konjunktur steht besonders im Fokus.

Nach den Verlusten der abgelaufenen Woche rücke beim deutschen Leitindex “die psychologisch wichtige Marke von 10.000 Punkten ins Visier der Anleger”, prognostiziert Claudia Windt von der Landesbank Helaba. Robert Halver, Chefanalyst der Baader Bank, rechnet allerdings auch mit Gegenbewegungen des Börsenbarometers, um sich gegen weitere Verluste zu stemmen. Daher dürfte sich der Dax in den kommenden Tagen besonders schwankungsfreudig entwickeln.

So waren die Geschäfte der chinesischen Industrie nach Daten von Freitag im August auf den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren gefallen. “Die Regierung hat eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte erwartet, doch es sieht nach dem Gegenteil aus”, sagt Volkswirt Chester Liaw vom Analysehaus Forecast Pte in Singapur. “Die Konjunktur dürfte sich weiter abschwächen.” Zudem erwägt die chinesische Zentralbank bereits, den Mindestreservesatz für die heimischen Banken zu senken, berichtete das Wall Street Journal am Sonntag.

Neben den ohnehin ferienbedingten schwachen Handelsvolumen gesellen sich nun noch Sorgen um die Weltkonjunktur wegen der schwächelnden chinesischen Wirtschaft, den Unklarheiten um den Zeitpunkt der Zinswende in den USA und Befürchtungen wegen der sich eintrübenden Verbraucherstimmung in Deutschland.

So werden in dieser Woche aller Voraussicht nach neben den Vorgaben der asiatischen Märkte sowie der Konsumdaten aus Europa und den USA vor allem der ifo-Geschäftsklimaindex am Dienstag und das DIW-Konjunkturbarometer am Mittwoch im Fokus der Anleger stehen.

Zudem beschäftigen sich die Händler auf dem Börsenparkett auch mit der Frage, ob die Europäische Zentralbank (EZB) die europäische Wirtschaft mit noch weiter durch Anleihekäufe stützen könne. Auch die chinesische Notenbank könnte ebenfalls mit Anleihekäufen starten, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln.

Ebenfalls gespannt schauen die Marktteilnehmer auch auf die Entwicklung des Euro schauen. Denn in der vergangenen Woche hatte die europäische Gemeinschaftswährung deutlich zugelegt und stieg auf den höchsten Stand seit zwei Monaten. Denn ein noch stärkerer Euro verteuert die deutschen Exporte – und belastet die Aktien.

Ansonsten warten in dieser Woche nur wenige Unternehmen mit neuen Quartalszahlen auf. Im Fokus der Versicherer stehen dabei die Halbjahresberichte der Vienna Insurance Group am Dienstag sowie der Baloise und der Uniqa am kommenden Donnerstag. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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