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Blick auf die Börse: Im Bann der Notenbanken

19.09.2016 –

Boerse_by_Thorben Wengert_pixelio.deDrohende Milliardenstrafen für VW und Deutsche Bank ziehen den Dax immer wieder in Mitleidenschaft. Die nächste Hiobsbotschaft aus Übersee erwartet die Börsianer am Mittwoch, wenn sich die japanische und US-amerikanische Notenbanken zur künftigen Geldpolitik äußern. Will die Fed ihre Glaubwürdigkeit nicht verlieren, sollte sie nach unzähligen Ankündigungen endlich die lang erwartete Zinsanhebung vollziehen. Das Hin und Her kommt Donald Trump entgegen, er droht der Fed-Chefin Janet Yellen mit Rausschmiss.

Da die jüngsten Konjunkturdaten enttäuschend waren, gehen Marktbeobachter inzwischen mehrheitlich davon aus, dass die US-Währungshüter den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken in der Spanne von 0,25 bis 0,5 Prozent belassen. Insofern würde der Markt scharf reagieren, wenn die Fed-Chefin Janet Yellen früher als geplant die Zügel erstmals seit Dezember 2015 anzieht. Sie hatte auf der Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole Ende August die Tür für eine baldige Zinserhöhung aufgestoßen. “Nach zahlreichen Ankündigungen bleibt schon aus Glaubwürdigkeitsgründen ein Zinsschritt im Restjahr 2016 hochwahrscheinlich”, wird Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck Privatbankiers, im Handelsblatt zitiert.

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer erwartet wie andere Fachleute, dass Yellen vor der Präsidentschaftswahl ohnehin keine Entscheidung treffen wird. Aber das Hin und Her in Sachen Zinserhöhung hat die Fed anfällig gemacht für Kritik. Der republikanische Präsidentschaftskandidaten Donald Trump wirft Yellen vor, den Leitzins künstlich niedrig zu halten. Der Milliardär hat bereits vor Monaten angekündigt, wenn er Präsident werde, sei Yellen “draußen”.

Wenige Stunden vor ihren US-Kollegen gibt die Führung der Bank of Japan (BoJ) ihre Zinsentscheidung bekannt. Insidern zufolge will sie den Satz auf Einlagen bei der Zentralbank noch weiter ins Minus drücken, um die Kreditvergabe und damit die Wirtschaft anzukurbeln.

Am Montag treten außerdem einige Änderungen in deutschen und europäischen Aktienindizes in Kraft. Indexfonds werden ihr Portfolio entsprechend anpassen. Wie VWheute bereits berichtete, muss der italienische Branchenprimus Generali den Bluechip-Index Euro Stoxx 50 verlassen. Das habe direkte Auswirkungen auf das operative Geschäft und die Fremdkapitalaufnahme des Versicherers aus Triest, urteilen Analysten.

Firmenbilanzen und Konjunkturdaten stehen in der neuen Woche nur wenige auf dem Terminplan. In den USA werden am Donnerstag unter anderem die Frühindikatoren veröffentlicht. Am Tag darauf folgen die Stimmungsbarometer der Einkaufsmanager aus Deutschland und der Eurozone. Auf der Unternehmensseite stehen weiterhin Bayer und Monsanto sowie VW und die Deutsche Bank im Fokus. (vwh/dg)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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