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Blick auf die Börse: Griechen schlagen auch die Dax-Orakel

08.06.2015 – boersenplatz_ffmDie griechische Zitterpartie ist noch nicht ausgestanden. So traut sich selbst manch gestandener Börsen-Experte keine Angabe mehr zu, in welche Richtung es gehen soll. Die weitere Befragung der Granden der Deutschen Bank nimmt man hier am Rande wahr. Denn für den Kracher hat der Rücktritt von Jürgen Fitschen und Anshu Jain gesorgt. Der Bulle vor der Frankfurter Börse wurde am Samstag Opfer eines Brandanschlags.

Der Spannungsbogen dehnt sich wohl bis Ende Juni. Ein erneuter Final Countdown – 1,6 Mrd. Dollar sind dann fällig – läuft dann für Alexis Tsipras und Co. ab. Die “Sambia-Option” schiebt laut Mario Gruppe, Volkswirt bei der Nord LB, nur eine tragfähige Lösung hinaus. Sein Fazit “Zeit gekauft”. Er plädiert im Interview mit dem Deutschen Anlegerfernsehen dafür, den Griechen endültig ein Sparpaket zu schnüren, das dem Land Luft zum Atmen lässt und Wachstum ermöglichen kann.

Eine kurzfristige Tendenz am deutschen Aktienmarkt sei kaum vorhersehbar, wenn man an den Mix aus Griechenland-Sorgen, US-Konjunkturdaten, Zins-Diskussionen und überhitzten Aktienmärkten denke, sagt Daniel Saurenz von Feingold Research gegenüber der dpa.

Die OPEC lässt die Ölfördermenge trotz Überangebot weiter unverändert – die Preise hier werden niedrig bleiben. Damit will das Kartell der zwölf Ölfördernationen andere Ölförderstaaten wie die USA unter Druck setzen. Den nicht-fördernden Industriestaaten kommt dies zu Gute. Das gilt auch, wenn der Iran nach Wegfall der Sanktionen wieder als Exporteur auftreten darf.

Indes rät Sintje Boie, Senior Analystin bei der HSH Nordbank, hier Investoren, sich mittelfristig auf steigende Ölpreise einzustellen – ebenso sieht sie einen Anstieg der Inflationsrate.

Um die Unübersichtlichkeit perfekt zu machen, deuten erste Analysten eine mögliche Zinswende an. Hintergrund: Die Zinsen auf zehnjährige deutsche Staatsanleihen sind seit Ende April von weniger als 0,1 Prozent auf mehr als 0,9 Prozent gestiegen. Das Quantitative Easing sei verantwortlich. Ob aber nachhaltig eine derartige Entwicklunt bei Privatkunden ankommt, ist aktuell fraglich.

Ein 65-Jähriger hat am Samstag den Bullen vor der Börse angezündet und sich selbst mit Spiritus übergossen. Passanten konnten den Mann überwältigen bevor er sich selbst in Brand setzen konnte. Er wurde in eine psychiatrische Klinik gebracht. (vwh/ku)

Bild: hkm

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