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Blick auf die Börse: Gespanntes Warten auf UK

20.06.2016 – Boerse_by_Thorben Wengert_pixelio.deDie Woche der Entscheidung um die Zukunft Großbritanniens in der EU sorgt auch bei den Händlern auf dem Frankfurter Börsenparkett für Hochspannung. Ganz gleich, wie das Referendum am kommenden Donnerstag ausgehen wird. Eines werden die Börsianer am Ende der Woche in dieser Frage auf jeden Fall haben – nämlich Klarheit.

Bereits seit Wochen hält der mögliche “Brexit” die Aktienhändler in Atem. Entsprechend hoch ist die Nervosität an den Aktienmärkten, welche in dieser Woche ihren – zumindest vorläufigen – Höhepunkt finden wird. “Wer die aktuellen Kursausschläge bereits für hoch halte, werde überrascht sein”, warnte Andrew Edwards, Chef des Brokerhauses ETX Capital. “Es wird noch viel schlimmer, wenn Großbritannien für den Brexit stimmt”, wird der Analyst bei ARD Börse zitiert.

Deutlich pragmatischer sehen es hingegen die Marktbeobachter der DZ Bank: “Kommt es wider Erwarten zum Brexit, sollten noch weitere Kursverluste folgen, eine Bodenbildung an den Aktienmärkten dürfte dann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Solch ein Kursrutsch an den Aktienmärkten könnte dann die in diesem Jahr vielleicht zweitbeste Möglichkeit (nach Februar) für einen Einstieg liefern.”

Doch nicht nur die Händler auf dem Frankfurter Börsenparkett erwarten den Ausgang des Referendums mit besonderer Spannung. So rechnen manch Analysten gar mit einem weltweiten Kurschaos und einer Abkühlung der Weltwirtschaft, berichtet das Handelsblatt. So erwartet Nick Parsons, leitender Anlagestratege der National Australia Bank, bei einem EU-Austritt des Vereinigten Königreiches gar eine Wiederholung des “Schwarzen Mittwochs” von 1992, als das Britische Pfund um 4,3 Prozent eingebrochen und aus dem Europäischen Wechselkurssystem gefallen war.

Angesichts der politischen Unwägbarkeiten erscheinen andere Konjunktur- und Unternehmenstermine in der kommenden Woche eher als Randthemen. So stehen am Montag die Erzeugerpreise für Mai und am Dienstag der ZEW-Index für Juni auf der Tagessordnung. Am Freitag folgt dann der ifo-Index für den Monat Juni.

Turbulent dürfte es am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Autobauers Volkswagen werden. So dürften die millionenschweren Boni für Manager trotz Rekordverlusten durch die Abgas-Affäre bei zahlreichen Kleinaktionäre für Unmut sorgen. Gleichzeitig sollen die Aktionäre über die Einsetzung eines Sonderermittlers zur Aufarbeitung des Skandals um manipulierte Abgas-Tests entscheiden. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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