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Bitkom: Digitale Angriffe kosten Unternehmen über 51 Mrd. Euro

17.04.2015 – Mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen war in den vergangenen zwei Jahren digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl ausgesetzt. Der gesamtwirtschaftliche Schaden beläuft sich dabei nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom auf rund 51 Mrd. Euro. Am stärksten gefährdet ist demnach der Wirtschaftszweig der Automobilindustrie mit 68 Prozent betroffenen Unternehmen – gefolgt von Banken und Versicherungen mit 66 Prozent.

Etwa ein Viertel der Summe sind nach Verbandsangaben Umsatzeinbußen durch Plagiate, gefolgt von Patentrechtsverletzungen und dem Verlust von Wettbewerbsvorteilen. Weitere finanzielle Verluste entstehen laut Bitkom durch den Ausfall von IT-Systemen oder die Störung von Betriebsabläufen. Häufigstes Angriffsziel seien demnach die IT-Systeme und die Kommunikationsstruktur der Unternehmen.

Wie der Branchenverband weiter mitteilte, treten vor allem aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter als Täter in Erscheinung. “Die eigenen Mitarbeiter sind für Unternehmen die wichtigste Ressource, aber auch das größte Risiko”, sagte Bitkom-Präsident Dieter Kempf. “Unternehmen sollten ihren Mitarbeitern nicht misstrauen, aber eine Sicherheitskultur etablieren.”

Die zweite große Tätergruppe mit 39 Prozent umfasst das unternehmerische Umfeld. Dazu zählen laut Bitkom Wettbewerben, Lieferanten, Dienstleister und Kunden. “Diese Gruppe ist häufig eng mit den Unternehmen verbunden und verfügt über Insiderkenntnisse, die kriminelle Handlungen erleichtern”, ergänzte Kempf. (vwh/td)

Link: Bitkom-Grafik zum digitalen Wirtschaftsschutz

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