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Big Data: Zweifel an der Innovationskraft der Industrie

10.06.2015 – Daten_Sturm_Pixelio90 Prozent der Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen derzeit noch weniger als die Hälfte ihrer Daten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Wettbewerbsfaktor Analytics 2015″ der Universität Potsdam in Kooperation mit dem Softwarehersteller SAS. Allerdings konstatiert die Studie eine wachsende Bedeutung der Analytics vor allem in den Bereichen Logistik und QM.

Demnach nutzen derzeit 34 Prozent der befragten Unternehmen analytische Systeme in der Produktion. In der Logistik sind es derzeit sogar 40 Prozent. Lediglich das Qualitätsmanagement (QM) hat mit 20 Prozent noch Nachholbedarf. Zudem sehen knapp 35 Prozent der Unternehmen das größte Potenzial für Industrie 4.0 im Bereich Produktionsplanung und Steuerung. Allerdings kommt die Studie zu dem Schluss, dass sich die größten Möglichkeiten dieser technisch-logistischen Revolution jedoch aus der Verknüpfung der Fertigung mit vor- oder nachgelagerten “Smart Objects” ergeben.

“Wenn ich mir den Zwischenstand unserer Studienergebnisse anschaue, zweifele ich an der Innovationskraft unserer Industrie”, sagt Norbert Gronau, Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsinformatik und Direktor des Anwendungszentrums Industrie 4.0 an der Universität Potsdam. Zwar seien viele Industriezweige “aufgrund herausragender Innovationsleistungen entstanden”. Dennoch zögerten “viele Unternehmen bei der nächsten industriellen Revolution”, so Gronau weiter. Zudem fehle “es ganz deutlich am Willen oder am Bewusstsein für Tempo und Konsequenz”, kritisiert der Experte. (vwh/td)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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