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Big Data soll Schweizer Kassen Milliarden sparen

10.06.2015 – Big_Data_Thomas Riegler_pixelioDurch automatisierte Big Data Analyse des kompletten Verlaufs von medizinischen Fälle sehen Schweizer Experten Einsparpotenzial von 3,5 Mrd. Franken im Gesundheitssektor. Ein elektronischer Fahnder soll auffälligen Ärzten und Kliniken auf die Schliche kommen.

Es geht dabei nicht nur um Versicherungsbetrug, stellt Felix Musterle des Schweizer Informatikspezialisten Elca im Fernsehbericht des SRF heraus. Die programmierte Analyse-Software erkenne falsche Abrechnungen in der täglichen Flut.

Allein bei der Schweizer Concordia, die das von der Schweizer Unfallversicherung initiierte System ebenfalls übernommen hat, gehen täglich 30.000 Rechnungen ein. Und die Big-Data-Fahnder sollen durch Analyse ähnlicher Fälle bereits beim Eingang der Rechnungen Abweichungen vom Standardprozedere erfassen und melden.

An dieser Stelle auffällig gemeldete Eingänge kann der Versicherer dann gezielt untersucht werden und zu hohe Leistungsanfragen im Zweifel reduzieren. Jürg Vontobel von der Concordia schätzt im SRF, dass allein sein Unternehmen jährlich 240 Mio. Franken einsparen kann. Er rechnet dies auf den nationalen Versicherungsmarkt hoch und kommt so auf 3,5 Mrd. Franken.

Datenschützer könnten aufatmen, schließt der Beitrag. Denn Versicherer und Softwarehersteller versprechen, dass die Daten völlig anonymisiert genutzt werden. (vwh/ku)

Bild: Thomas Riegler / pixelio.de

Link: Big Data – Unfall- und Krankenversicherer sparen Milliarden (Video)

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