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Bevölkerungsrückgang in Deutschland ist unvermeidbar

29.04.2015 – destatisIn Deutschland ist ein Bevölkerungsrückgang langfristig unvermeidbar. So werde die Geburtenrate dauerhaft immer niedriger als liegen als die Zahl der Todesfälle. Diese Lücke könne auch nicht durch einen verstärkten Zuzug nach Deutschland schließen, prognostizieren die Experten des Statistischen Bundesamtes (Destatis). So werde sich die Einwohnerzahl bis 2060 zwischen 67,6 und 73,1 Mio. Einwohnern einpendeln.

Besonders stark werde der Rückgang bei der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zu spüren sein. So werde die Bevölkerungsgruppe der 20- bis 64-Jährigen von 49 Mio. im Jahre 2013 auf etwa 34 bis 38 Mio. im Jahre 2060 zurückgehen. Auch der Anteil der jüngeren Bevölkerung unter 20 Jahren werde bis 2060 zurückgehen, so das Statistische Bundesamt weiter. Deren Anteil an der Gesamtbevölkerung werde dann zwischen 18 und 26 Prozent liegen.

Im Gegenzug prognostizieren die Statistiker einen deutlichen Anstieg der Altersgruppe über 65 Jahren. So werde deren Anteil im Jahre 2060 etwa 32 bis 33 Prozent betragen. Zudem soll sich laut Statistischem Bundesamt der Anteil der über 80-Jährigen in Deutschland bis 2060 mit etwa neun Mio. doppelt so hoch sein, wie heute.

“Die Bevölkerungsprognose macht deutlich, dass die Berufsanfänger von heute ihren Lebensstandard im Alter mit der gesetzlichen Rente nicht annähernd werden sichern können. Daran ändert auch eine verstärkte Zuwanderung nichts”, sagte Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer (GDV), zur Bevölkerungsprognose des Statistischen Bundesamtes. So müsse die Politik “ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden und die Altersvorsorge attraktiver machen”, forderte Erdland. (vwh/td)

Link: Die 13. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes (PDF)

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