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AM Best: Deutsche Versicherer halten sich stark trotz Gegenwind

15.10.2014 – AmbestDie Ratingagentur AM Best attestiert in einem Sonderbericht den deutschen Versicherern trotz niedriger Renditen inländischer Anleihen und schwacher Kapitalerträge, sowohl im Lebens- als auch Schaden- und Unfallversicherungsbereich, eine durchaus robuste Verfassung. Die Veröffentlichung des Berichts erfolgt im Vorfeld des A.M. Best’s 2014 Insurance Market Briefing – Europe, welches heute im Grange St. Paul’s Hotel in London stattfindet.

Der Sonderbericht von A.M. Best zum deutschen Versicherungsmarkt “German Insurers Resilient, But Continue to Face Headwinds” ( Deutsche Versicherer halten sich stark trotz Gegenwind) verweist desweiteren auf wetterbedingte Verluste durch Überschwemmungen und vereinzelte Hagelschäden, die einen stark negativen Einfluss auf die Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherer im Jahr 2013 hatten. Die Verluste in diesem Bereich erreichten im letzten Jahr mit über zwei Millionen Versicherungsfällen ein Rekordhoch.

Angesichts der Herausforderungen, die sich aus dem Niedrigzinsumfeld für Anlageportfolios ergeben, konzentrieren sich die deutschen Schadensversicherer vermehrt auf ihre versicherungstechnischen Erträge und ihre Rentabilität, und haben deshalb ihre Prämien erhöht. Das anhaltend niedrige Zinsniveau belastet auch den deutschen Lebensversicherungsbereich, insbesondere den der fondsgebundenen Lebensversicherungen mit Mindestgarantie . Die Lebensversicherer werden auch durch die gesetzliche Verpflichtung zur Finanzierung der Zinszusatzreserve belastet, einer zusätzlichen Zinsrückstellung, die sicherstellen soll, dass Lebensversicherer die garantierten Renditen ihrer Produkte halten können.

Unternehmen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Finanzierung der Zinszusatzreserve zur Verfügung. Beispielsweise können sie Überschüsse aus Investitionen, laufende Kapitalerträge oder nicht realisierte Gewinne dafür verwenden“, so Stefan Holzberger, Managing Director, Analytics. „Allerdings wird die Bereitstellung der Zinszusatzreserve in einem Niedrigzinsumfeld die Bilanzen und Gewinne deutscher Lebensversicherer weiterhin belasten, insbesondere die kleinerer Unternehmen, welche weniger stark diversifiziert sind und stärker von ihrem Lebensversicherungsgeschäft abhängen.”

Ausserdem stellt der Bericht fest, dass inländische Marktteilnehmner weiterhin das deutsche Versicherungsfeld dominieren und das in 2013 die gebuchten Bruttoprämien im Lebensversicherungssegment um vier Prozent auf 90.8 Milliarden Euro gestiegen ist.

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