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Begrenztes Fusionspotenzial bei den Öffentlichen

15.01.2014 – fitch-ratingsDer Konsolidierungsdruck nimmt bei den öffentlichen Versicherern zwar beständig zu, doch wird die Aussicht auf Fusionen durch die Eigentumsverhältnisse eingeschränkt. Zu dieser Annahme kommt die Ratingagentur Fitch in ihrem neusten Bericht.

Aufgrund der öffentlichen Eigentümerschaft werden Fusionen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft unwahrscheinlich sein. Politiker wollten Arbeitsplatzverluste infolge einer Fusion in ihrer eigenen Region nicht hinnehmen. Zudem seien erzielbare Synergien aus Fusionen im öffentlichen Versicherungssektor eher geringer als in anderen Fällen, weil einzelne Versicherer über festgelegte, sich nicht überschneidende Geschäftsgebiete, verfügen.

Die Widerstandskraft öffentlicher Lebensversicherer gegen langanhaltend niedrige Zinsen sei wegen der begrenzten Ergebnisdiversifikation unterdurchschnittlich, so Fitch. Ferner hatten die öffentlichen Lebensversicherer ein geringfügig niedrigeres Niveau an Rückstellungen für Beitragrückerstattungen (RfB) im Vergleich zum deutschen Lebensversicherungsmarkt per Jahresende 2012 ausgewiesen. Aufgrund des geringen Anteils an Berufsunfähigkeits- und fondsgebundenen Lebens- und Pensionsversicherungsgeschäften in den Büchern der öffentlichen Lebensversicherer glaubt die Ratingagentur, dass die Kapitalanforderungen nach Einführung von Solvency II mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Herausforderung für die öffentlichen Lebensversicherer darstellen werden.

Indes verzeichneten öffentliche Schaden-/Unfallversicherer eine starke versicherungstechnische Ertragslage in den vergangenen Jahren und erzielten trotz des hohen Marktanteils in der Wohngebäudeversicherung eine durchschnittliche Netto-Schaden/Kostenquote von 96,2 Prozent in den Jahren 2008 bis 2012. (vwh)

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