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BdV: “Unbegründete Panikmache der Bundesbank”

13.08.2015 – Der Bund der Versicherten (BdV) kritisiert in einer aktuellen Stellungnahme ein Diskussionspapier der Deutschen Bundesbank. In diesem warnen die Forscher Mark Feodoria und Till Förster, dass steigende Zinsen den deutschen Lebensversicherern große Probleme bereiten könnten. Ausschlaggebend wären Kunden, die Verträge kündigen würden, um in besser verzinste Alternativanlagen zu wechseln. “Diese Studie unterstellt ein Verbraucherverhalten jenseits jeglicher Realität und missachtet zudem einfache Grundregeln der Lebensversicherung”, so Axel Kleinlein, Vorstandssprecher des BdV.

Die Befürchtungen entbehren aus Sicht des BdV “jeglicher Grundlage”. So berücksichtige die Studie etwa nicht, dass Stornoabzüge und andere Senkungen der Auszahlbeträge eine Kündigung unattraktiv machen. “Die Studie hat damit höchstens einen akademischen Wert, kann aber keine Grundlage für derartige Panikmache sein”, so Axel Kleinlein weiter.

Auch bei früheren Zinsanstiegen seien die Lebensversicherer in keine realistische Gefahr geraten. “Die Studie unterstellt einen finanzrationalen Kunden. Den gab es weder damals noch heute”, erklärt Kleinlein. Kaum ein Verbraucher versteht aber tatsächlich, wie eine Lebensversicherung funktioniert. “Würden Verbraucher stets so rational handeln wie in der Studie unterstellt, dann gäbe es die Lebensversicherung erst gar nicht”, so Kleinlein. (vwh/jko)

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