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bAV: Angst vor Verwaltungsaufwand

01.07.2015 – Nahles_BMASSie ist eines der großen Branchenthemen: Die betriebliche Altersversorgung (bAV) und ihre Reform. In der aktuellen Ausgabe der GDV-Magazins Positionen widmet der Gesamtverband der Betriebsrente eine ausführliche Beitragsstrecke und hält sich mit Kritik an den Plänen von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) nicht zurück.

Vor allem die angestrebte Verpflichtung der Arbeitnehmer, in die neu aufzubauenden überbetrieblichen Pensionskassen und –fonds einzuzahlen, lehnen die Versicherer ab. Zwang sei der falsche Weg, sagt Frank-Henning Florian, Vorsitzender der R+V Lebensversicherung und Vorsitzender des sozialpolitischen Ausschusses beim GDV: „Mit einer Pflicht zur betrieblichen Altersversorgung würde der Staat seinen Bürgern das Misstrauen aussprechen.“

Zudem wird eine noch stärker Komplexität der bAV und erhöhter Verwaltungsaufwand befürchtet. Viele Mittelständler haben Angst vor dem Verwaltungsaufwand, sagt Professor Frank Wallau von der Fachhochschule Paderborn, der Erfolgsfaktoren für die bAV im Mittelstand untersucht hat. Von den identifizierten 40 Hemmnissen hätten viele mit Bürokratie zu tun. „Wir müssen nicht nur an einer Stellschraube drehen, sondern an sehr vielen – und das gleichzeitig. Die Politik, fordert Wallau, müsse „den Mut haben, etwas auszuprobieren.“

Ziel aller Reformbestrebungen ist es, das deutsche Rentensystem auch im demografischen Wandel nachhaltig zu gestalten und gleichzeitig den Rentnern ein ausreichendes Einkommen zu bieten. Wie angemessen das Alterseinkommen für kommende Rentnergenerationen ist, hat die Allianz in einer aktuellen Studie untersucht (siehe DOSSIER). (vwh/jko)

Bild: Andrea Nahles (Quelle: BMAS)

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