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Banken sind ihrer Rolle als Sündenböcke überdrüssig

18.11.2013 – bayerrischer-bankenvverbandDer Bayerische Bankenverband hielt am vergangenen Freitag seine 65. Mitgliederversammlung ab. Dessen Präsident Theodor Weimer, Chef der HypoVereinsbank, ließ dort keinen Zweifel daran, dass auch seine Branche – wie die Assekuranz – der medialen und politischen Dauerkritik als Nachwirkung der Finanzkrise inzwischen mehr als überdrüssig ist und nun ihrerseits wieder offensiv gegensteuern will.

In zehn Thesen fasste Weimer daher zusammen, was aus Bankensicht notwendig ist, damit nicht, wegen einer mittlerweile völlig überbordenden Regulierungswut staatlicherseits, tatsächlich notwendige und sinnvolle Regulierungen „ertränkt“ werden.  Die  Branche müsste auch weiterhin ihre volkswirtschaftlichen Aufgaben erfüllen können.  Während die großen Institute unter dem gegenwärtigen „Dauer-Stresstest“, dem sie sich ausgesetzt sehen, inzwischen immer mehr „stöhnen und ächzen“, gehe es für die kleineren und mittleren Banken schon um das nackte Überleben.

In der europäischen Politik, so monierte er überdies, scheine inzwischen generell weniger um den Weg für eine bessere Zukunft gestritten zu werden als vielmehr, „wer bezahlt“. Alois Müller, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bayern, warnte vor der Einschätzung, dass die Krise in Europe schon endgültig vorbei sei. Die EZB habe mit ihrer Geldpolitik durch „starke schmerzstillende Mittel die Märkte erfolgreich beruhigt, aber nicht die Ursachen der Krankheit beseitigt“. Die Wirksamkeit niedriger Zinsen nehme mit der Zeit nämlich ab, während die Risiken gleichzeitig wüchsen. Die eigentliche Bewährungsprobe für die EZB-Politik stelle sich daher nicht jetzt, wo im EU-Durchschnitt die Inflationsrate bei nur noch 0,7 Prozent liegt, sondern dann, wenn wieder Preisdruck entstehe. „Und der wird kommen“, wiederholte Müller die skeptische Haltung der Bundesbank gegenüber der aktuellen EZB-Strategie. (rem)

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