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Axa will Vertriebskraft von Google, Amazon und Co. nutzen

22.09.2015 – Buberl_AxaMehr Umsatz verspricht sich der Axa-Konzern von einer Kooperation mit Amazon, Google und anderen neuen digitalen Großunternehmen. “Wir dürfen keine Angst vor diesen Anbietern haben”, sagte Thomas Buberl, Vorstandsvorsitzender der Axa Deutschland gestern in Düsseldorf. “Diese Unternehmen werden nicht in die Kernbereiche unsere Geschäftsmodelle eindringen, wir können uns aber ihre Vertriebskraft zunutze machen.”

Wie weit und ob die deutsche Axa hinsichtlich einer Kooperation mit Google schon vorgedrungen ist, wollte Thomas Buberl gegenüber VWheute nicht verraten. Ein offizielles Statement dazu gab es nicht.

Was dagegen sicher ist: Die Axa will weiter Kooperationen mit Start Ups vereinbaren. Für Investitionen in neue Vertriebsmodelle hat der Versicherer 100 Mio. Euro zurückgestellt. Buberl will aber keine neuen Assistance-Leistungen schaffen, sondern Hilfeleistung zum Produkt machen. “Wir müssen das Geschäft nach rechts und links aufbrechen”, forderte der Axa-Deutschlandchef beim MCC-Branchentreffen Insurance Today and Tomorrow.

Die Axa will neue Geschäftsmodelle Kundenbefragungen entwickeln. “So könnte ein Krankenversicherer für die Kunden Arzt-Termine buchen.” Die Kunden ihrerseits hätten ganz praktische Bedürfnisse. Sie würden in der Stadt gerne den nächsten freien Parkplatz finden oder in der Nacht sicher vom Auto zur Wohnung kommen. Mit solchen Dienstleistungen würden die Versicherer vom klassischen “Rechnungsbegleicher” zum Risikomanager für ihre Kunden. (usk)

Bild: Thomas Buberl, Vorstandsvorsitzender der Axa Deutschland. (Quelle: Axa)

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