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Axa: “VW-Krise kann BIP um 1,1 Prozent sinken lassen”

02.10.2015 – vwlogo_julian_w_pixelio“Obwohl das Ausmaß des VW-Schocks unklar ist, scheint es sicher, dass der Konzern noch lange an den Auswirkungen des Skandals auf seinen Ruf und seine finanzielle Situation zu knabbern haben wird”, sagt Axa-Volkswirt Maxime Alimi. Der Experte entwirft drei Szenarios für die VW-Zukunft. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Einbruch von 1,1 Prozent des BIP.

Im ersten Szenario kommt es zu einem Einbruch des VW-Absatzes um 10 Prozent auf dem heimischen und 20 Prozent auf dem internationalen Markt. Allerdings profitieren in diesem Szenario vor allem die anderen deutschen Automobilhersteller von diesem Einbruch. “Dieser Fall wäre relativ gut für die deutsche Wirtschaft, und es käme lediglich zu einem Absinken des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,1 Prozent”, kommentiert Maxime Alimi, Volkswirt im Team für Research & Investment Strategy bei Axa Investment Managers.

Ungünstiger fällt das zweite Szenario aus. In diesem breitet sich die – hypothetische – VW-Absatzkrise auch auf die deutschen Wettbewerber aus. Die einzigen Profiteure sind ausländische Automobilkonzerne. In diesem Fall könnte es Alimi zufolge zu einem Einbruch des BIP um 0,4 Prozent kommen. Im dritten Szenario schließlich – Alimi hat es “Made in Germany”-Schock getauft – wirkt sich der durch den Skandal ausgelöste Vertrauensverlust auch auf Exporte von Unternehmen anderer Branchen aus. Die Auswirkungen einer solchen Vertrauenskrise wären erheblich: Sie könnten das BIP um 1,1 Prozent sinken lassen. (vwh/dg)

Bildquelle: Julian W. / pixelio.de

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