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Axa IM: Keine Panik in China

23.01.2014 – BankhalleDie Sektion Investment Managers der Axa (Axa IM) sieht angesichts “panikartiger Vorgänge am Interbankenmarkt” in China noch genügend Handlungsspielraum für die Zentralbank, auftretende Liquiditätsengpässe wieder in den Griff zu bekommen. Die Parole lautet: “Keine Panik in China”.

Aidan Yao von Axa IM geht aber weiterhin davon aus, dass die chinesische Zentralbank (PBC) sowohl den Willen als auch die Möglichkeiten hat, Liquiditätsengpässe zu steuern, bevor sie in eine Krise ausarten. Seiner Ansicht nach werden die chinesischen Verantwortlichen 2014 versuchen, das Makroumfeld zu stabilisieren, um strukturelle Reformen durchführen zu können.

Die zentralen Punkte lauten:

- “Die jüngste Liquiditätsklemme am Interbankenmarkt – die zweite in sechs Monaten – kam für viele Marktteilnehmer überraschend. Verursacht wurde der Zinsanstieg vermutlich durch saisonale Faktoren, die Ankündigung politischer Maßnahmen und Anlegernervosität.”

- “Zwar könnte die Liquidität vor dem chinesischen Neujahr wieder knapper werden, aber wir sehen dieses Jahr nur eine geringe Gefahr einer großen Liquiditäts- oder Kreditkrise in China. Der Grund: Die PBC verfügt sowohl über die Instrumente als auch die Möglichkeiten, schon bei den ersten Anzeichen von Liquiditätsproblemen einzugreifen und eine Krise so im Keim zu ersticken.”

- “Die PBC ist sich bewusst, dass das schnell steigende Kreditangebot und die zunehmende Verschuldung früher oder später zu Problemen führen, sie weiß aber auch, dass die tief sitzenden strukturellen Ursachen hierfür nicht über die Geldpolitik beseitigt werden können. Wir halten vorsichtige Geldpolitik in diesem Jahr für den richtigen Ansatz, damit die Regierung Reformen zur Bewältigung fundamentaler Herausforderungen umsetzen kann.”

- “Diese Reformen könnten das diesjährige Kreditwachstum und damit auch das BIP-Wachstum im laufenden Jahr gegenüber 2013 verlangsamen. Eine steigende Auslandsnachfrage und solides Konsumwachstum könnten den chinesischen Verantwortlichen aber dabei helfen, ihr Wachstumsziel von 7,5 Prozent dennoch zu erreichen.”

Foto: Szenario des Schreckens: Bankenrun in China. (Quelle: vvw)

Link: Keine Panik in China (engl. PDF)

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