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Kfz-Versicherung: Branche rechnet 2015 mit “sehr gutem Ergebnis”

25.02.2015 – Auto_Thorben Wengert_pixelioDer private Kfz-Versicherungsmarkt befindet sich derzeit aus Sicht der Anbieter auf der Sonnenseite. Die Versicherungsbeiträge steigen weiterhin, während der Aufwand für Schäden in der Kfz-Haftpflichtversicherung stabil ist und in der Vollkaskoversicherung nur maßvoll zunimmt. Die Branche rechnet daher im zweiten Jahr in Folge mit guten Gewinnen. “Wir prognostizieren für 2015 ein sehr gutes Ergebnis”, sagte Marco Morawetz von der GenRe.

So rechnen die Rückversicherer damit, dass in der Kfz-Haftpflichtversicherung (KH) der versicherungstechnische Gewinn 2015 bei sechs Prozent liegen wird und damit um ein Prozent höher ausfällt als im Vorjahr. Aufgrund stärkeren Belastung durch Elementarschäden reduziert sich der Saldo aus Beitragseinnahmen und Schadenaufwand in der Vollkaskoversicherung (VK) auf 2,5 Prozent. Im Vorjahr lag der technische Gewinn in der VK noch bei vier Prozent.

In der Teilkaskoversicherung (TK), die am Markt immer mehr an Bedeutung verliert, soll der technische Gewinn 2015 immerhin noch bei 3,5 (i. V. 13) Prozent liegen. Weiterhin müssen Autofahrer mit steigenden Versicherungsprämien rechnen. Die GenRe rechnet damit, dass die Durchschnittsbeiträge in diesem Jahr in der KH um 1,5 Prozent, in der VK um drei Prozent und in der TK um 0,5 Prozent steigen.

“Die Beitragssteigerungen sind aber gegenüber dem Vorjahr leicht abgeschwächt”, erläuterte Morawetz. Trotzdem dürfte die Gesamteinnahme der Branche in 2015 deutlich über 24 Mrd. Euro liegen. Während die Prämien für Bestandskunden weiter nach oben gehen, gibt es beim Neugeschäft aber bereits einen gespalten Markt. Vor allem Tarife mit Werkstattbindung wurden von vielen Anbietern schon wieder gesenkt.

Für die Autoversicherer bleibt es nach Einschätzung von Morawetz weiterhin von großer Bedeutung, dass technische Gewinn erzielt werden. Grund: Auch die Schaden- und Unfallversicherer sind deutlich von der Niedrigzinsphase betroffen. Während die Branche 1998 ihre Kapitalanlagen mit acht Prozent verzinsen konnte, schätzt die GenRe, dass 2015 nur noch eine Rendite von rund drei Prozent erzielt wird. Preisbereinigt dürften die Autoversicherer 2015 im Vergleich zu 1998 nur ein Drittel der Investmenterträge erwirtschaften (siehe DOSSIER). (usk)

Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

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