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Autonomes Fahren: Tarifgestaltung zunächst knifflig

25.02.2015 – Autonomes_Fahren_BMWMit der zunehmenden Digitalisierung von Kraftfahrzeugen stehen die deutschen Versicherer allerdings vor noch nicht abschätzbaren Risiken: „Es zeichnet sich ein zunehmender Aufwand für die Schadensermittlung ab, was sich auf die Kostenstruktur der Tarifgestaltung auswirken könnte“, Janina Röttger, Autoversicherungsexpertin bei Sopra Steria Consulting.

„Technisch ist sicherlich schon sehr viel seitens der Hersteller realisierbar, dennoch stehen wir in diesem Thema erst ganz am Anfang. Rechtliche Fragestellungen und der Umgang mit unterschiedlichen Szenarien muss erst noch bewertet werden auf dem Weg zu risikoadäquaten Tarifen“, erklärt Janina Röttger.

Denn die Frage laute, ob die Haftung aus dem Verhalten des Fahrers ableitbar ist oder ob das Fahrzeug einen Fehler gemacht hat.

Risiken zu Beginn der Tarifeinführung seien vielfältig, so die Expertin: Sei es für deren interne Arbeitsmengensteuerung, oder bei der Fragestellung der Verfügbarkeit erforderlicher Fahrzeugdaten und damit verbunden die Dateneigentümerschaft. Die Sensibilität des letztgenannten Aspektes zeigte sich in der Vergangenheit auch in diversen Umfragen zu den verhaltensabhängigen Kfz-Tarifen, wie „Pay as you drive“.

Für eine mögliche Regressierung der Fahrzeughersteller müsse ebenso geklärt werden, ob neben den herkömmlichen Inspektionen auch die notwendigen Software-Updates durchgeführt wurden. Bei teilautonomen Systemen, wie Einparkhilfen, die das Fahrzeug selbstständig durchführt, haftet bislang auch der Fahrer. (vwh/ku)

Bildquelle: BMW

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