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Autokäufer lieben Zylinder statt Batterien

16.10.2014 – auto8378Bis Ende des Jahrzehnts sollen eine Million Elektro-Autos auf Deutschlands Straßen fahren. So lautet das erklärte Ziel der Bundesregierung in Sachen E-Mobility. Das scheint bei den potenziellen Kunden aber noch nicht angekommen zu sein: Eine neue Studie der Beratungsgesellschaft PwC offenbart, nur ein Prozent der Autokäufer ist überhaupt an E-Fahrzeugen interessiert.

E-Fahrzeuge sind für 99 Prozent der Neuwageninteressenten derzeit kein Thema, Hybride mit 21 Prozent schon eher. Für die absolute Mehrheit (62 Prozent) muss es aber nach wie vor ein konventioneller Benzin- oder Dieselmotor sein. Das ergab eine aktuelle Befragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter 1.500 Autofahrern aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die sich in den kommenden zwölf Monaten privat einen Neuwagen anschaffen wollen.

sollten die präferierten Benzin- und Dieselmotoren möglichst sparsam sein. Vor allem Kunden in Großbritannien legen darauf viel Wert: Nicht mehr als fünf Liter sollte dort ein Wagen verbrauchen, knapp die Hälfte der deutschen Kunden halten dagegen ein Verbrauch von bis zu sieben Litern noch für tragbar. In Frankreich stehen Dieselfahrzeuge besonders hoch im Kurs: 37,2 Prozent der Befragten sehen sich nach einem Dieselantrieb um, das sind gut zehn Prozent mehr als in Deutschland oder Großbritannien. Auch an Dieselhybrid-Wagen sind mit 12,9 Prozent in Frankreich mehr Kunden interessiert als in Deutschland (5,3 Prozent) und Großbritannien (3,5 Prozent). Die Entwicklung sparsamer Motoren nimmt aus Sicht der Autokäufer weiter an Bedeutung zu: Mehr als 80 Prozent sehen das als vorrangige Aufgabe der Hersteller für die Zukunft.

Insgesamt, das zeigen die Ergebnisse deutlich, sind Kunden nicht bereit, für den Klimaschutz Einschränkungen im Fahrverhalten hinzunehmen oder ihre Kaufgewohnheiten zu ändern: Weniger Auto zu fahren nennen gerade einmal 14 Prozent als sinnvollen Vorsatz für die Zukunft. Große Fahrzeuge wie SUVs zu vermeiden, kommt für mehr als die Hälfte nicht in Frage. Stattdessen sind es die Hersteller, die den Spagat leisten sollen, kostspielige Technologien wie E-Fahrzeuge, Hybride und Leichtbau zu entwickeln und gleichzeitig den Anforderungen von Kunden wie Gesetzgebern in Sachen Ökologie, Komfort und Design zu entsprechen. (vwh)

Bild: Autokäufer sind konservativ und wollen Zylinder statt Batterien. (Quelle: vwh)

Link: Kurzversion PwC-Studie und Download

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