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Autohersteller mit eigenen Versicherungsprodukten

25.09.2014 – BMW„Wir warten nicht auf die Kfz-Versicherer, sondern machen uns selbst Gedanken über neue Produktlösungen,“ erklärte Raimund Ohnemus von der BMW Bank, der das deutsche Versicherungsgeschäft des Kfz-Herstellers verantwortet. Das Spektrum der Ideen reicht von Wear and Tear bis zur Versicherungen bei Gebrauchtwagenverkäufen.

Derzeit will die BMW Bank ihre Versicherungsanbindung beim Gebrauchtwagenverkauf verstärken. Das Gebrauchtwagengeschäft sei längst kein Vorortgeschäft mehr. Es würde in der Regel online über Vergleichsportale abgewickelt. Der Kunde sei dem Verkäufer meist vollkommen unbekannt. „Hier brauchen wir ganz stark einen Versicherer“, sagte Raimund Ohnemus bei der 6. Vertriebskonferenz „Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs“ in Köln. Anhand von fünf bis sieben Parametern soll der Versicherungspartner ein sofortiges Angebot für eine Autoversicherung machen, die dann nach einem halben Jahr in eine reguläre Kaskoversicherung mündet.

Die BMW Bank arbeitet derzeit bereits mit drei Versicherern, unter anderem mit dem Ergo-Konzern, zusammen. Ob es neue Partner geben könnte, ließ Ohnemus offen. Grundsätzlich müssten Autoversicherungen, die bei der Finanzierung über Kfz-Hersteller verkauft werden, Flat-Rate-Produkte sein. Als weiteres Versicherungsprodukt ist zudem eine Gebrauchtschadenversicherung geplant. Sie sollen die Rückgabe von geleasten Fahrzeugen am Vertragsende erleichtern. In Kanada habe BMW mit dieser Art der Versicherung, sogenannter Wear and Tear Policen – viel Erfolg gehabt. Seit 2010 hat die BMW Bank den Absatz von Versicherungen bei der Autofinanzierung um 75 Prozent gesteigert. 2013 wurden rund 50.000 Fahrzeuge mit Versicherungsschutz abgesetzt.

Auch der sogenannte GAP-Schutz, der nach einem Schaden eine Vertragsunterdeckung ausgleicht, werde von den Kunden sehr gut angenommen. Bei einer Finanzierungsquote von 70 Prozent würde heute jeder zweite Kunde gleichzeitig auch das Versicherungsangebot des Herstellers nutzen. Unzufrieden ist die BMW Bank hingegen mit dem After-Sales-Geschäft. Im Schadenfall würden immer noch 80 Prozent der Kunden direkt die Versicherung, einen Makler oder Agenten anrufen. Vielfach würden dann Fahrzeuge von den BMW-Händlern weggesteuert.

Dabei ist nach Aussage von Ohnemus das Reparaturgeschäft für Autohäuser überlebenswichtig. Ohnemus berichtete von großen Erfolgen mit der Schadensteuerung in Großbritannien. Hier würde sich der Versicherungspartner immer unter dem Namen des Autoherstellers melden. Ein hohes Potential für den Versicherungsverkauf sieht Ohnemus auch für eine BMW-Karte, die neben der Autoversicherung auch eine Auslandskranken- und Reiseversicherungen enthalten könne. (usk)

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