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Auto-Mobilität im System

16.09.2014 – value_03_mobil_nachfahrt_150Von VW-Redakteur Michael Stanczyk.

Old trifft New Economy. Das ist kein weitentferntes Science-Fiction-Szenario, sondern reale Zukunftsvision global führender Automobilkonzerne. Embedded Systems verwandeln Fahrzeuge der neuen Generation zu hochkomplexen Computersystemen auf Rädern. Im Zuge der vernetzten Auto-Mobilität entsteht eine neue Risikowelt – Versicherer wie Gesetzgeber müssen sich auf den Megatrend gefasst machen.

2013 sind pro Tag neun Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen, weitere 1.025 wurden verletzt. Täglich hat die Polizei 6.507 Unfälle aufgenommen. Datensysteme mit einem detaillierten Wissen über aktuelle Verkehrssituationen sollen mögliche Risiken künftig frühzeitig identifizieren und auf ein Minimum begrenzen: In Sekundenbruchteilen senden vorausfahrende Autos Signale aus, um vor Hindernissen zu warnen und über Baustellenführungen, herannahende Einsatzfahrzeuge oder Fußgänger auf der Fahrbahn zu informieren. Schon heute melden Notrufassistenten Unfälle mit der genauen Position des Fahrzeugs automatisch. Zudem geben Sensordaten Aufschluss über die Schwere von Unfällen. Wartezeiten bis zum Eintreffen von Rettungskräften werden verkürzt und die Qualität der Rettung verbessert. Nach Hochrechnungen des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie (VDA) könne alleine die Funktion Verkehrszeichenassistent bzw. -warnung, bei einer theoretischen Ausstattungsquote von 100 Prozent, im Durchschnitt 13 Prozent aller Verkehrsunfälle vermeiden. Die Funktion Wetterwarnung würde zu 5 Prozent weniger Verletzten im Straßenverkehr führen.

Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung soll die Modernisierung der Verkehrssysteme einen gesamtwirtschaftlichen Nutzen von insgesamt zehn Mrd. Euro jährlich haben. Nicht nur Individual-, sondern auch Güterverkehr profitieren von den neuen Technologien: Alleine die Ersparnis durch optimierte Logistiksysteme wird auf insgesamt 3,5 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt.

Sicherer, bequemer und umweltfreundlicher soll das Fahren von Morgen werden. Doch wirft die Verschmelzung von Auto und Computer zu einer rollenden Einheit fundamentale rechtliche Fragen auf, die heute offen sind. Wem Fahrzeugdaten gehören und wer bei Schäden letztlich die Haftung übernimmt, ist bislang nicht klar definiert. Noch sind zu wenige Fahrzeuge der neuen Generation auf den Straßen unterwegs. „Durch die Informationstechnologie im Fahrzeug sind Effektivitätsgewinne möglich. Allerdings ist schwer abschätzbar ob, und wenn ja wann, es gelingt, die komplexen Einflüsse im Verkehrsgeschehen vollständig abzubilden“, erklärt Martin zur Nedden, Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik. „Es zeigt sich, dass das menschliche Gehirn auch im Verkehr Höchstleistungen vollbringt“. Bei der automobilen Vernetzung geht es um einen enormen industriellen Wachstumsmarkt, an dem auch Versicherer teilhaben wollen. Potenziale sind durchaus vorhanden. Mit der erhöhten Transparenz im Fahrverhalten der Kunden etwa eröffnen sich Chancen, Risiken fortwährend neu zu bewerten und präziser an Tarife anzupassen (siehe UNTERNEHMEN).

Der vollständige Beitrag ist in der neuen Ausgabe des Versicherungswirtschaft Special Value – Vom Wert der Mobilität erscheinen und unter beigefügtem Link bestellbar.

Link: Value – Vom Wert der Mobilität

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