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Australische Privatversicherer wollen sich in der Allgemeinmedizin engagieren

29.07.2014 – Dass Australische Private Krankenversicherer in die Allgemeinmedizin investieren wollen, stößt nicht auf ungeteilte Gegenliebe. Dies erschüttere laut Australian Medical Association (AMA) die Grundfesten der nationalen Gesundheitsversorgung. Der Arzt habe die Entscheidungshoheit in Sachen Untersuchung und Behandlung, nicht ein Versicherer oder andere Dritte.

Der Versicherer NIB hatte angekündigt, durch ein finanzielles Engagement bei den Allgemeinärzten mehr Einfluss auf die Behandlungsqualität gewinnen zu wollen, ein weiterer Versicherer – Medibank Private – will dadurch vor allen Dingen die Wartezeiten für die Privatversicherten verkürzen. Die Asia Insurance Review berichtet, dass die Versicherer keineswegs eine Zwei-Klassen-Medizin anstreben würden. Ein Sprecher von NIB erklärte, dass man nicht Ärzten sagen wolle, wie sie ihren Job zu tun haben. Es gehe darum, die Versicherten zu informieren und ihnen selbstbewusstere Entscheidungen zu ermöglichen.

Die AMA dagegen sieht die faire und gleiche Behandlung im Australischen Gesundheitswesen durch die Initiative der Privaten Versicherer bedroht: Ziel der Privaten Versicherungswirtschaft sei es, Patienten zu bestimmten Spezialisten oder Behandlungen zu bringen, die im Interesse der Versicherer sind oder kooperieren. (vwh)

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