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Australische Geiselnahme: Versicherungstechnisch ein Terroranschlag

19.01.2015 – Der Australische Finanzminister Joe Hockey hat die Geiselnahme von Sydney im vergangenen Dezember offiziell zu einem terroristischen Anschlag erklärt. Für finanziell Geschädigte und deren Versicherer springt damit mitunter die Australian Reinsurance Pool Corporation als Rückversicherer ein. Händler in Sydney hatten im Weihnachtsgeschäft über Einbrüche von bis zu 70 Prozent geklagt.

Versicherer – das ist Teil des Terrorism Insurance Act Australiens – dürfen demnach keine Forderungen zurückweisen, auch wenn die Policen Terroranschläge ausschließen. Der bis dato geschätzte Versicherungsaufwand bewegt sich laut Asia Insurance Review um 600.000 Australische Dollar. Zudem hatten die drei betroffenen Versicherer bekundet, keine Terrorklauseln ziehen zu wollen.

Mitte Dezember gingen Bilder um die Welt, wie die Polizei das Lindt Café am Martin Place in Sydneys Zentrum stürmte, um eine Geiselnahme zu beenden. Der Angreifer und zwei Geiseln starben.

Die Unternehmen und Handelsbetriebe im Umfeld des Lindt Cafés verloren in den drei Tagen, in der große Teile der Innenstadt für den Publikumsverkehr gesperrt blieben, rund 70 Prozent ihrer Umsätze. Der Anschlag fiel mitten ins Weihnachtsgeschäft, der für diese Woche prognostizierte Umsatz von 8,3 Mrd. Australischen Dollar sei Medien zufolge in sich zusammen gefallen, nicht nur in Sydney, sondern landesweit. (vwh/ku)

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