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Australiens Aktuare wollen Klimawandel nicht ignorieren

15.06.2015 – Klimawandel_Kurt Michel_pixelioDie australischen Versicherungsaktuare wollen den Klimawandel nicht mehr weiter ignorieren. In einem Bericht für das Institute of Actuaries of Autralia empfehlen Jon Harwood und Sharanjit Paddam von der Aktuarberatung Tyler Fry, dass die Versicherungsbranche gut daran täte, die Erderwärmung und ihre Folgen nicht mehr weiter zu ignorieren.

Zwar seien die genauen Effekte schwierig zu quantifizieren. Dennoch sei der Einfluss der Erderwärmung auf Profitmargen, Kapitalbedarf und -kosten in der Hausrats- und Gebäudeversicherung signifikant, so die Experten. Auch die Produktivitätskommission der Regierung scheint dies ähnlich zu sehen und geht mit den Versicherern hart ins Gericht. So könnten die Versicherer deutlich mehr tun, um die Policen für Haushalte transparenter zu machen und zu verdeutlichen, mit welchen Risiken in welchem Gebiet tatsächlich zu rechnen sei.

Vor allem die Makler müssten ihre Leistung verbessern und Verbrauchern helfen, die für sie richtige Police zu finden, fordert die Kommission. Besonders scharf kritisiert wird jedoch die Besteuerung der Policen. Dadurch würde eine entsprechende Police für weite Teile der Bevölkerung unerschwinglich und für eine weit verbreitete Unterversicherung sorgen.

Der zentrale Gegenentwurf könnte demnach sein, die Versicherungsleistung billiger zu machen, in dem sich eine Anzahl von Versicherten zusammenschließt, um gemeinsam Policen zu erwerben und sich im Schadenfall gegenseitig zu helfen. So will Chris Logan, bislang Versicherungsaktuar bei Marsh, zunächst in Neuseeland ein entsprechende Modell starten. Sollte seine Initiative “PeerCover” erfolgreich sein, solle damit auch der australische Markt erobert werden. (bab)

Bildquelle: Kurt Michel / pixelio.de

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