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Aus Sicht der Amerikaner: Europäisches Krisenmanagement mangelhaft

07.07.2015 – USA_canuckboy_sxc“Das griechische “Nein” wird anfänglich bei Aktien weltweit zu einer Verkaufswelle führen”, lautet die Arbeitsthese von Bloomberg . Kurzfristige Profiteure seien hier Bundesanleihen und US-Treasuries. Weitere Konsequenz: Ohne Nothilfen der EZB geht es mit griechischen Banken ganz schnell zu Ende. Europa müsse unbedingt konsequentes Krisenmanagement betreiben.

Griechenland hat mit “Nein” gestimmt und sich den aktuellen Sparzwängen widersetzt. Welche Konsequenzen politischer und marktwirtschaftlicher Art sich daraus ergeben, besonders auch auf die Märkte (siehe DOSSIER), hat Bloomberg in den Blick genommen. Das Krisenmanagement der europäischen Institutionen und politisch Beteiligten kommt in der Außensicht nicht gut weg. Hier müssten „unproduktive Aktivitäten“, die sich in einer Explosion an Schuldzuweisungen manifestiere, unbedingt vermieden werden.

Ein Staatsbankrott steht in Griechenland unmittelbar bevor: Es werde immer schwerer, Staatsbedienstete und deren Renten zu zahlen. Weitere direkte Folge könnte hier sein: Die Regierung wird Schuldscheine ausgeben, um Liquidität zu bewahren, um ihrerseits den Wirtschaftskreislauf halten zu können. Diese Papiere könnten die Rolle der Parallelwährung einnehmen.

Durch einen umfangreichen Kauf von Wertpapieren könnte die EZB gezwungen sein, mögliche Ansteckungsgefahren zu bekämpfen. Das wiederum könnte negative Auswirkungen auf den Euro-Wechselkurs haben, wie Bloomberg prognostiziert.

Plan B, Bloomberg formuliert dies diplomatisch, würde „für Griechenland erheblich dramatischer als für das übrige Europa.“ Der Grexit sollte in jedem Fall geordnet verlaufen. Man könne dann Griechenland einen Sonderstatus mit einem Assoziierungsabkommen gewähren.

Um die Währungsunion nicht zu gefährden gehen Forderungen gar in Richtung schnelle Reaktionen des Europäischen Rettungsschirmes und der Investitionsbank. Ziel: Die Vollendung der Bankenunion und Fortschritte bei der Fiskalunion. (vwh/ku)

Bildquelle: canuckboy/ sxc

Link: 10 Consequences of Greece’s ‘No’ (Bloomberg)

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