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Aufsichtsräte: Anforderungen am Tisch der Macht steigen

08.08.2014 – Das Anforderungsprofil der Aufsichtsräte hat sich verändert. Das schlägt sich in der Zusammensetzung der Gremien nieder. Gefragt ist eine Mischung aus externen Managern, ehemaligen Versicherungsmanagern sowie Wissenschaftlern und Consultants. Besetzungen durch Politiker scheinen hingegen auf dem Rückzug. Die Gremien bei den Versicherern sind deutlich vielfältiger.

„Der Aufsichtsrat ist von einem überwiegend repräsentativ aufgestellten und handelnden Gremium zu einem aktiven Sparringspartner des Vorstands oder der Geschäftsführung geworden“, sagt Manuel René Theisen, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der LMU München. Wesentliche Anstöße dazu kämen aus der angelsächsischen Managementkultur, in der im Board-Modell Unternehmensführung und -überwachung zusammenarbeiten.

Die neue Professionalität der Aufsichtsräte schlägt sich deutlich sichtbar in der Gremienzusammensetzung nieder. „Um eine abgerundete Kompetenz im gesamten Gremium sicherzustellen, werden freiwerdende Positionen mit so genannten Tickets versehen, das heißt mit gewünschten Kernkompetenzen“, berichtet Heads-Personalberater Christoph Netta. Standardisierte Anforderungsprofile gebe es nicht, da bei jeder Suche eine andere Fachlichkeit gefragt sei, der Trend geht dahin, externe Räte zu suchen“, erklärt er. Bei den persönlichen Merkmalen stehen Kriterien „wie Urteilsvermögen, Erfahrung, strategische Kompetenz sowie Wertehaltung und ethisches Verständnis im Vordergrund“, fügt Headhunter Christian Schüssler vom Personalberater IFP hinzu.

Neben der wachsenden Offenheit gegenüber externen Managern für den Aufsichtsrat, sieht Personalberater Schüssler ein weiteres Kompetenzpotenzial im Kommen, vorzugsweise aus dem internationalen Consulting sowie aus Forschung und Lehre. Politiker in unternehmerischen Aufsichtsgremien dagegen scheinen eher auf dem Rückzug, soweit sie keine anerkannte Wirtschaftsexpertise vorweisen können.

„Heute dominieren erfahrene, ehemalige Manager mit hoher Kompetenz die Aufsichtsräte. Hinzu kommen aktive Vorstände aus Verbundgesellschaften in die Aufsichtsräte der einzelnen Unternehmen“, sagt Personalberater Netta. Das alte Modell der „Friends & Familiy“ habe ausgedient. (ks)

Den vollständigen Artikel „Am Tisch der Macht – Verantwortung und Kompetenz der Aufsichtsräte“ lesen Sie in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft (Heft 8/2014).

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