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Auch künftig zweistelliges Wachstum in Kfz

20.06.2014 – LeueIm Zuge der Internationalisierung haben Versicherer längst ihre Fühler in Richtung WM-Gastgeberland Brasilien ausgerichtet. “Die Perspektiven für Brasilien sind nach wie vor positiv. Das Land hat viel Potenzial. Es ist ein riesiger Binnenmarkt, rohstoffreich und mit einer jungen aufstrebenden Bevölkerung”, entgegnet Talanx-Vorstand Torsten Leue im Interview mit VWheute der Frage, ob die nachlassende Dynamik seinen Ausblick für Brasilien verändert.

“Für die Talanx-Gruppe ist Brasilien deshalb ein wichtiger Kernmarkt in Lateinamerika. Gleichzeitig ist es aber auch so, wie Sie sagen: Die Wachstumsdynamik der brasilianischen Wirtschaft hat im vergangenen Jahr nachgelassen. Wobei ich hinzufügen muss: Das gilt nicht für die Versicherungsindustrie.”

VWheute: Der Versicherungsmarkt wächst seit einigen Jahren zweistellig und damit deutlich stärker als andere Branchen. Erwarten Sie eine Fortsetzung dieses markanten Wachstumstrends?

Torsten Leue: Die Versicherungsindustrie konnte sich glücklicherweise vom allgemeinen Trend des abflauenden Wirtschaftswachstums abkoppeln. Der brasilianische Automarkt ist in den vergangenen fünf Jahren im Durchschnitt um 14 Prozent jährlich gewachsen. Und mit ihm die Nachfrage nach Kfz-Versicherungen. Wir erwarten auch zukünftig einen zweistelligen Zuwachs in diesem Bereich. Und wir gehen davon aus, dass unsere brasilianische Gesellschaft HDI Seguros davon profitieren wird. Denn in der Kfz-Versicherung liegt ein ganz klarer Fokus von HDI Seguros.

VWheute: Welche Bedeutung hat in Brasilien nach Ihrer Ansicht Bancassurance und wie sehen Sie die zukünftige Rolle dieses Absatzkanals?

Torsten Leue: Der Bancassurance-Kanal dominiert in Brasilien insbesondere das Lebensversicherungsgeschäft. Mehr als vier Fünftel der Prämie in diesem Segment werden über den Vertriebsweg Bancassurance erzielt. Im Nicht-Leben-Segment läuft das Geschäft vor allem über Makler; da ist die Rolle des Bancasssurance- Kanals weniger von Bedeutung. Eine Bank kann wichtig sein, wenn z.B. ein Verbraucher das erste eigene Auto über eine Bank finanziert. Und genau dort setzen wir an. Wir arbeiten mit großen Privatbanken aber auch mit Genossenschaftsbanken zusammen. Sie sind weit
verbreitet und bieten deshalb ein enormes Potenzial für uns. Wir gehen davon aus, dass die Bedeutung des Bankenkanals in der Zukunft stabil bleibt. Jedoch bleibt der Makler als Vertriebskanal auch langfristig für uns der wichtigste.

Das komplette Interview von VWheute-Korrespondent Rolf Engelhardt lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 6/14).

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