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Attraktiver Wohn-Riester – mehr als 20 Prozent plus

14.04.2014 – hausbau-150Die Zahl der Riester-Sparer ist im vergangenen Jahr um rund 200.000 auf knapp 15,9 Millionen angestiegen. Nach den jetzt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlichten Daten basiert der Zuwachs zum größten Teil auf der nach wie vor attraktiven Vorsorgeform Wohn-Riester.

Die Zahl derjenigen, die auf die staatlich geförderte Eigenheim-Rente setzen, nahm um über 20 Prozent auf knapp 1,2 Millionen zu. In der anhaltenden Niedrigzinsphase scheinen die Menschen verstärkt auf ein bezahlbares Eigenheim zu setzen. Dass die staatlichen Riester-Zulagen im Zinstief die Renditen der Riester-Rente, Banksparverträgen und Investmentfonds stabilisieren, scheint Vorsorgesparer nicht zu beeindrucken. Die bei einer Versicherung abgeschlossene Riester-Rente bleibt das Schwergewicht der staatlich geförderten Altersvorsorge. Mit bereinigt 10,898 Millionen Verträgen erreicht diese Vorsorgeform 68,6 Prozent Marktanteil. Im vierten Quartal 2013 konnte der Rückgang des Bestands gestoppt werden. Nach drei Quartalen mit rückläufigen Bestandszahlen ergab sich im Schlussquartal wieder ein Vertragszuwachs von netto 16.000. Gleichwohl sank im Jahresverlauf der Bestand an Riester-Renten noch um 58.000.

Als Zugpferd erwies sich ein weiteres Mal der erst 2008 eingeführte der Wohn-Riester, der auch vom so genannten Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz profitiert haben dürfte. Die christlich-liberale Koalitionsregierung hatte den Wohn-Riester von bürokratischen Zwängen befreit und flexibler gestaltet. Das Gesetz war zum großen Teil zum 1. Juli 2013 in Kraft getreten. Auch niedrige Hypotheken-Zinsen leisten ihren Beitrag. Im viertel Quartal wurden netto zusätzlich 44.000 Wohn-Riester-Verträge geschlossen, sodass sich am Jahresende ein Bestand von 1,154 Millionen Verträge ergab. Im Gesamtjahr steht ein Zuwachs von 201.000 Verträgen zu Buche.

Für Investmentfonds-Verträge entschieden sich im vergangenen Jahr netto neue 38.000 Anleger. Der Bestand wuchs auf 3,027 Millionen an, was einem Marktanteil von 19 Prozent entspricht. Geförderte Banksparpläne nahmen um 25.000 auf 806.000 zu.

Versicherer und Fondsanbieter haben wiederholt an den Gesetzgeber appelliert, die Rahmenbedingungen für die Riester-Rente zu verbessern. So wird zum einen eine Dynamisierung der Höchstfördergrenze in Anlehnung an die jährlich angepasste Beitragsbemessungsgrenze gefordert. Zudem sollten nach Auffassung der beiden Spitzenverbände (GDV, BVI) die staatlichen Zulagen nach oben angepasst werden. (brs)

Foto: Wo gebaut wird, sind aktuell meist niedrige Zinsen und Wohn-Riester im Spiel. (Quelle: Lichtkunst.73/ pixelio)

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