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Assekurata: “Katerstimmung” bei den Lebensversicherern

30.01.2015 – Nur noch vier Lebensversicherer (Interrisk, Europa, Cosmos und my Life) können mit dem auf 1,25 Prozent abgesenkten Garantiezins der aktuellen Assekurata-Studie zufolge real Kapitalerhalt bei den garantierten Leistungen herstellen. “Die Lebensversicherungsbranche geht mit einer ‘Katerstimmung“ ins neue Jahr’“, schreiben die Assekurata-Analysten in ihrer jüngsten Marktstudie.

Eine Kehrtwende am Kapitalmarkt sei nicht in Sicht. Der Ergebnisdruck bleibe durch weiter wachsende Anforderungen für die Zinszusatzreserve, die 2014 rund acht Milliarden Euro betragen haben dürften, hoch. Hinzu kämen die Verpflichtungen zu stärkerer Eigenmittelbildung im Zuge von Solvency ll. Neue Produkte (Neue Klassik) gewännen an Bedeutung. Doch die Erkenntnisse aus den Vorliegenden seien hinsichtlich Transparenz und Vergleichbarkeit zum Teil “ernüchternd”.

Überschussbeteiligung

(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Laufende Verzinsung unter Rechnungszins – Gesamtüberblick (Quelle: Assekurata)

Gemessen an der 2014 gesunkenen Inflationsrate von 0,9 Prozent sank im Neugeschäft (für den Mustervertrag einer aufgeschobenen Rente mit 25 Jahren Laufzeit) die garantierte Beitragsrendite marktweit auf 0,42 (0,93) Prozent. Laut Assekurata haben 50 der 60 untersuchten Lebensversicherer für 2015 ihre Gewinndeklaration gesenkt.

Mit durchschnittlich 3,33 (3,54) Prozent erreicht die laufende Verzinsung (über alle Tarifarten und -generationen) ein neues historisches Tief. Sieben Versicherer rutschen gar unter 3 Prozent. Einschließlich Schlussgewinn und die Bewertungsreserven erreicht Gesamtverzinsung noch 3,90 (4,31) Prozent. (lie)

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