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Assekuranzforen: Konkurrenz aus St. Gallen

05.09.2014 – St GallenDas Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen dringt immer mehr in die florierende deutsche Szene der Branchenforen für die Versicherungswirtschaft ein. So jetzt mit einem Programm unter dem etwas ambivalenten Veranstaltungsclaim “Zurück in die Zukunft”, das mit Vorträgen und Workshops gestern in der Allianz-Aula in München stattfand.

Im Mittelpunkt des Interesses der rund 60 Teilnehmer standen die Entwicklungen auf dem Sektor der Automobilität, die für die Autoversicherer und den umgebenden Assistanceleistungen von vitaler Relevanz sind. Prof. Hato Schmeisers Hauptbefunde:

Die  herkömmliche industrielle Autoversicherung als spezifischer Branchenzweig wird Einbußen erleiden; die Spitze des Autoabsatzes in Europa ist erreicht – nicht nur wegen der Volumengrenzen, sondern nachhaltig durch demografisch ausweisbare gesellschaftliche Prioritätsverschiebungen. So steht in der Altersgruppe der so genannten “Digital Natives” das Streben nach einem eigenen Auto nur noch an 14. Stelle. Der Trend “nutzen statt besitzen”, so der Wissenschaftler auf der Basis von mehreren Studien und eigenen Expertisen, eröffne den Versicherern indes auch neue Märkte – freilich in enger Konkurrenz zu den Autoherstellern und den Social Networks.

Die Vernetzung des Autos samt Medienintegration sei bereits fortgeschritten. Im Bereich der Sicherheit besteht nach Umfragen die höhere Akzeptanz für ein teilautomatisiertes Fahren gegenüber der Projektion des komplett “autarken” Autos, was noch immer eher beängstigt.

(Das am 15. September erscheinende Special der Versicherungswirtschaft VALUE – “vom Wert Mobilität” ist umfassend diesen Befunden und Perspektiven der Mobilität und den Implikationen für die Versicherer gewidmet.)

Das St. Gallener Versicherungsinstitut wird seine Bemühungen um wissenschaftliche Begleitung und Beratung  deutscher Versicherer bei strategischen Weichenstellungen neben dem Mobilitätsthema auf den Themenschienen Digitalisierung und Image der Versicherer transportieren. Der historisierende Impulsvortrag des Chefredakteurs der Zeitschrift für Versicherungswesen, Marc Surminski, zum Imagethema fand allerdings im Forum eine engagierte Gegenrede seines Chefredakteurskollegen bei der Managementpublikation Versicherungswirtschaft, Heinz Klaus Mertes.

Es müsse endlich das “chronische Beleidigtsein” der Versicherer über die angeblich ewig ungerechten Medien überwunden werden. Der erste Schritt dazu sei eine Anerkennung der Professionalität der Medien, die in den vergangenen Jahren auch in Sachen Wirtschaft gewachsen, nicht geschwunden sei. Nicht überall in der Branche sei die kommunikative Qualität in Sachen Thematisierung und aktuellem Agenda Setting in gleichem Maße und Tempo mit gewachsen. Statt die Klagemauer zu bedienen, müssen intellektuelle und medienlogistische Anstrengungen unternommen werden, um im Aufmerksamkeitswettbewerb kontinuierlich zu punkten. (hkm)

Bild: Branchenforum Versicherungsinstitut St. Gallen in der Allianz-Aula München (Quelle: hkm)

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