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Artus Gruppe warnt vor Cyber-Schäden – Makler gefordert

25.03.2014 – artus gruppe logoComputerbetrug, Erschleichung von Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten, Fälschung von Daten sowie das Ausspähen und Abfangen von Daten, deren Veränderung und schließlich Computersabotage. Das sind einer Untersuchung des Industrieversicherers Artus Gruppe zufolge die Schwerpunkte der Cyber-Kriminalität.

Der jährliche Gesamtschaden durch Cyber-Angriffe beläuft sich inzwischen auf 2,1 Mrd. Euro. Mehr als die Hälfte aller Angriffe richtet sich gegen Unternehmen mit weniger als 2.500 Mitarbeitern, 18 Prozent haben sogar nicht einmal 250 Beschäftigte. Jeder Fall hat Verluste von rund 4,4 Mio. Euro zur Folge. Vor diesem Hintergrund “ist es eine der zentralen Aufgaben eines Maklers, seine Kunden systematisch über Risiken und Mindeststandards einer Risikoprävention bei Cyber-Attacken aufzuklären“, fordert Alexandra Ganz-Cosby, Leiterin International der Artus Gruppe.

Viele Unternehmen, vor allem kleine und mittlere, unterschätzten nach wie vor die Risiken, die mit der Nutzung des Internets verbunden sind. Laut Statistik des BKA werden täglich 30.000 Cyber-Angriffe auf deutsche Betriebe gestartet. Derzeit würden allerdings nur rund zehn Versicherer Cyber-Versicherungskonzepte mit in aller Regel Eigenschadendeckung und Haftpflichtversicherungsschutz anbieten, teilweise mit Limits im unteren zweistelligen Millionenbereich. „Trotz der multiplen Cyber-Risiken und 64.000 erfasster Straftaten allein in 2012 gibt es in der deutschen Versicherungswirtschaft noch relativ wenig Schadenerfahrung“, so die Expertin.

Fast zwei Drittel der Betriebe verzeichneten als Folge der Datenangriffe Kundenverluste, 48 Prozent beklagten einen Imageverlust. Ganz-Cosby sieht vor allem das Risikomanagement des Versicherungsmaklers in seiner Rolle als Berater des Kunden gefordert. „Dazu zählen die Evaluierung und Validierung potentieller Risiken, die Ermittlung von Schwachstellen und Schadenpotenzial, die Empfehlung zu Prävention im Hinblick auf Datensicherung, Back-up, Datenspiegelung oder Auslagerungen in Clouds.“ Auch bei der Unterstützung nach Entdeckung eines Schadens, wie IT-Forensik, Krisenmanagement, Erfüllung gesetzlich vorgeschriebener Informationspflichten, sei der Makler in der Pflicht. Als Einfallstore für Hacker gelten laut Ganz-Cosby schlecht programmierte Webanwendungen, Remote Access-Anwendungen, fehlende Zugriffsverwaltungen, mobile Endgeräte, die allumfassende Vernetzung, eine kontinuierliche Synchronisation und Verquickung von IT und Telekommunikation. (vwh)

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