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Annexvertrieb: Kampfansage an die Versicherer

18.06.2014 – Mobil_Schubalu_pixelioDer Annexvertrieb der Autohersteller ist eine Kampfansage an die klassischen Versicherer. Es geht darum, den Kunden schnellstmöglich und dafür langfristig zu binden. Denn Leistungen rund um das Thema Mobilität sind laut Expertenmeinung längst kein Trend mehr, vielmehr bereits Marktstandard.

Wie hartnäckig der Annexvertrieb derzeit praktiziert wird, zeigt ein aktuelles Angebot der Volkswagen Financial Services. Die Autobank bietet bei einer Finanzierung eines neuen VW Polo oder Up den Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoschutz für 19,90 Euro im Monat an – also für rund 240 Euro im Jahr. Ein gemeinsamer Vergleich mit dem Beratungsunternehmen Nafi zeigt, dass das günstigste Angebot – bei ungefähr gleichem Schutzumfang – rund 800 Euro kostet, wenn man einen Fahrer ab 23 Jahren versichert. Im Marktdurchschnitt auf Basis von 85 Anbietern liegt die Vergleichsprämie sogar bei 1.200 Euro, also fünfmal so hoch wie die Prämie aus Wolfsburg. „Erstaunlich ist, dass das Angebot sogar bei eigenfinanzierten Fahrzeugen gilt“, stellt Ivana Höltring von Nafi fest. Das sei eine echte Kampfansage des Autoherstellers an die Versicherer. Ziel ist es, Kunden über Versicherungen frühzeitig zu binden.

Auf diesem Gebiet sind die Autobanken höchst erfolgreich (siehe DOSSIER). Während 2013 der Bestand an Autoversicherungen immerhin um rund zwei Prozent auf 507.202 Verträge wuchs, stieg die Zahl der Restschuld-, GAP-, Reparaturkosten- und Garantie-Versicherungen sogar um 15 Prozent auf 2,3 Millionen Policen an. „Der Wunsch der Kunden, Leistungen rund um die eigene Mobilität unter einem Dach und aus einer Hand zu erhalten, ist kein Trend mehr“, stellt Anthony Bandmann fest, Sprecher des Arbeitskreises Autobanken (AKA). Das sei nun Marktstandard. Der Verkauf von Policen am Point of Sale findet nicht nur bei Neufahrzeugen, sondern auch bei Gebrauchtwagen statt. Gebrauchtwagen werden heute immer stärker über große Vergleichsportale wie Mobile.de verkauft. Insgesamt stieg der gesamte E-Commerce-Umsatz 2013 um fast 42 Prozent auf 39,1 Mrd. Euro, teilt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland mit. (vwh/usk)

Foto: Mobilität aus einer Hand ist heute längst Marktstandard (Quelle: Schubalu/ pixelio)

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