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Angebot und Nachfrage an Cyber-Versicherungen ist gering

20.03.2015 – Cyber_Q.pictures_pixelioDas Risikomanagement bei Cyberangriffen ist nach Ansicht der Versicherer in vielen Unternehmen noch sehr unterentwickelt. Demnach bestehe bei der Kombination aus Prävention und Versicherung noch erheblicher Verbesserungsbedarf, so eine Befragung der Universität St. Gallen. Allerdings seien die Nachfrage und das Angebot nach entsprechenden Versicherungslösungen im deutschsprachigen Raum aber noch sehr gering.

Bislang sind für Deutschland aus Sicht der Versicherer keine konkreten Schätzungen bezüglich Marktvolumina verfügbar, sagt Martin Eling, Professor für Versicherungsmanagement an der Universität St. Gallen. Derzeit seien etwa zwölf Anbieter am Markt, die aber noch deutlich von den US-amerikanischen Playern geprägt seien.

In der Schweiz bezifferte Eling das Volumen des Cyber-Versicherungsmarktes lediglich auf fünf Mio. Euro, was im Vergleich zu anderen Versicherungszweigen eher marginal sei. Allerdings gehen die Versicherer, so der Experte, davon aus, dass sich der Cyber-Versicherungsmarkt in den kommenden Jahren deutlich vergrößern werde. Allein für die Schweiz geht Eling von einer Verzehnfachung in den nächsten fünf Jahren aus.

Insgesamt sei der Versicherungsmarkt für Cyperpolicen in den USA deutlich weiter entwickelt als in Europa, wo der britische und französische Markt bei Cyber-Versicherungen führend sei. Typische Deckungen bestünden demnach aus Komponenten der Sachversicherung (u.a. Kosten für Betriebsunterbruch, Wiederherstellung von Daten, Krisenmanagement oder Erpressungskosten) sowie der Haftpflichtversicherung (u.a. Kosten mit Verlust von vertraulichen Informationen, Beschädigung von Drittsystemen oder Strafzahlungen). (vwh/td)

Bildquelle: Q.pictures / pixelio.de

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