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Altersvorsorge – Schlaglöcher bei den Betriebsrenten

05.11.2013 – Nur jeder dritte Beschäftigte in Deutschland verfügt über eine betriebliche Altersvorsorge (bAV), so eine Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Wie schwach diese Form der Vorsorge bundesweit betrieben wird, thematisiert die neue Ausgabe der Zeitschrift Versicherungswirtschaft.

Besonders ausgeprägt ist die Unterversorgung im Gaststättenbereich. Dort verfügen nur neun Prozent der Beschäftigten über eine Betriebsrente. 61 Prozent haben in dieser Branche überhaupt keine bAV. Der Anteil der Untersorgten ist in diesem Sektor doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Wirtschaftszweige. Im Wesentlichen hängt dies mit der Struktur der Kleinbetriebe zusammen. Laut DGB-Studie liegt der Anteil der Unterversorgten in Großbetrieben mit mehr als 2.000 Mitarbeitern bei nur 15 Prozent.

Doch nach dem Bericht der Zeitschrift Versicherungswirtschaft zeichnet sich ab, dass die Betriebsrenten auch für einige Großunternehmen zunehmend zur Last werden. Die Lufthansa hatte zuletzt bekannt gegeben, die Betriebsrenten für ihre 60.000 Mitarbeiter kürzen zu wollen. Die niedrigen Zinsen belasten den Kranich-Flieger. Der Konzern bemüht sich seit Jahren, die Pensionsverpflichtungen auszufinanzieren. Im vergangenen Jahr wurden 750 Mio. Euro und in den vergangenen zehn Jahren 61 Prozent der Pensionsverpflichtungen ausfinanziert. Auf einer bAV-Veranstaltung des Beratungsunternehmens Towers Watson klagten rund 60 Prozent der Unternehmen, dass die Niedrigzinsen die Kosten für Festverzinsungen um 20 bis 50 Prozent erhöht. 200 bAV-Spezialisten waren angereist – darunter Vertreter von Eon, , MAN, EnBW, Akzo Nobel, Linde, IBM und Bosch.

Dass für die bAV mehr getan werden muss, ist auch CDU und SPD klar, die immer wieder erklären, diese Art der Vorsorge zu stärken. Um mehr Beschäftigte für die bAV zu gewinnen, plädiert das Deutsche Institut Altersvorsorge dafür, Mitarbeiter automatisch in die betriebliche Altersvorsorge einzubeziehen. Wird das nicht gewünscht, müssen sich die Mitarbeiter automatisch dagegen entscheiden. Nach Informationen von Towers Watson können sich drei Viertel der Mitarbeiter vorstellen, einen Teil ihrer Bezüge für die betriebliche Altersvorsorge aufzuwenden.

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