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Allianz Konjunkturprognose: Zwei Prozent Wachstum in 2014

09.04.2014 – containerschiffDie deutsche Wirtschaft ist schwungvoll ins Jahr 2014 gestartet. Die Auftragseingänge und die Produktion in der Industrie lagen im Januar und Februar dieses Jahres erheblich über dem Niveau im Vorjahr. Der Einzelhandel setzte in den ersten beiden Monaten 2014 deutlich mehr um als Ende 2013, Ausfuhr und Einfuhr legten im Januar ebenfalls beträchtlich zu. Auch die Arbeitslosigkeit entwickelte sich spürbar günstiger als dies Anfang des Jahres üb­lich ist, schreibt die Allianz in ihrem Konjunkturbericht für das laufende Jahr. Für 2015 sind die Forscher um Chefvolkswirt Michael Heise nicht ganz so optimistisch.

„Der Grund für den guten Jahresstart liegt darin, dass nach Export, Konsum und Bau nun auch die Investitionen der Unternehmen anziehen“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz. Vorerst dürften die günstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen für Deutschland – günstige Finanzierungsbedingungen, Realeinkommensgewinne dank niedriger Inflations­raten, ein beträchtlicher Beschäftigungszuwachs und die konjunkturelle Besserung im Euro­raum – trotz der geopolitischen Risiken erhalten bleiben. Sowohl von der Ausfuhr als auch von der Binnenkonjunktur sind über das gesamte Jahr 2014 positive Impulse zu erwarten. Alles in allem prognostizieren wir, dass die deutsche Wirtschaft im Jahresdurchschnitt und auch im Jahresverlauf 2014 um zwei Prozent wächst.

„Die deutsche Wirtschaft dürfte damit leicht überdurchschnittlich ausgelastet ins Jahr 2015 gehen. Allerdings dürfte sich die wirtschaftliche Dynamik im Verlauf von 2015 abschwächen“, so Heise. Die Einführung des Mindestlohns, das Rentenpaket 2014, die Kosten der Energie­wende, wieder etwas höhere Inflationsraten und die zu erwartende Abflachung der Export­dynamik belasten die wirtschaftlichen Perspektiven. Vor diesem Hintergrund erwarten wir 2015 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 Prozent. Die Arbeitslosig­keit, die 2014 noch spürbar sinkt, wird im Verlauf von 2015 voraussichtlich nicht weiter zu­rückgehen.

„Mit der Entspannung in der europäischen Staatsschuldenkrise hat sich auch ein erheblicher Unsicherheitsfaktor für die wirtschaftlichen Perspektiven vermindert. Inwieweit die Russ­land/Ukraine-Krise neue Unsicherheiten erzeugt, die die Investitionsneigung dämpfen, ist derzeit noch schwer zu beurteilen. Im aus unserer Sicht wahrscheinlichen Fall keiner weite­ren größeren Eskalation sehen wir die Wirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Investitions­tätigkeit als sehr begrenzt an“, erklärte Heise.Von daher erwarten wir in diesem Jahr mit 5,6 Prozent und im nächsten Jahr mit 4,6 Prozent eine deutliche Ausweitung der Investitionen in Ausrüstungsgüter. Dennoch wird auch Ende 2015 der Anteil der Ausrüstungsinvestitionen am BIP mit 6,8 Prozent noch leicht unter dem durchschnittlichen Anteil seit dem Jahr 2000 (7,2 Prozent) liegen. „Die Investitionsschwäche ist trotz der aktuellen Aufwärtstendenz nicht überwunden“, so Heise.

Die vollständige Meldung zur Allianz Konjunkturprognose unter beigefügtem Link. (vwh)

Bild: Das Exportland Deutschland läuft zur alten Hochform auf. (Quelle: vwh)

Link: Allianz Prognose 2014/2015

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