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Allianz Global Wealth Report: Aktienboom beflügelt Vermögenswachstum

25.09.2013 – allianz-fahnenDie Allianz hat die vierte Ausgabe ihres „Global Wealth Reports“ vorgestellt, der die Vermögens- und Schuldenlage der privaten Haushalte in über 50 Ländern analysiert. Danach erzielte das globale Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte 2012 eine Zuwachs­rate von 8,1 Prozent. Dies ist das stärkste Wachstum seit sechs Jahren und liegt auch deutlich über dem langfristigen, wechselkursbereinigten Durchschnitt (2001 bis 2012) von 4,6 Prozent pro Jahr.

Wachstumstreiber war im letzten Jahr die gute Entwicklung an den Aktienmärkten: Das in Form von Wertpapieren gehaltene Vermögen erzielte ein Plus von 10,4 Prozent. Rund um den Globus summierte sich das Finanzvermögen damit auf ein neues Rekordniveau von 111 Billionen Euro. Die positive Entwicklung im vergangenen Jahr kann die tiefen Risse in den privaten Vermögensbilanzen, die im Zuge der Euro-Staatsschuldenkrise auftraten, im Euroraum jedoch nicht überdecken. „Die wachsenden Vermögensunterschiede im Euroraum sind ein Resultat der Krise“, sagte Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz. „Geht diese Schere zwischen Nord und Süd weiter auf, kann dies den Zusammenhalt in Europa untergraben.”

Die Vermögensentwicklung in Deutschland war im vergangenen Jahr ausgesprochen solide. Das Brutto-Geldvermögen legte um 4,9 Prozent zu, das Netto-Geldvermögen um 6,8 Prozent. Damit befindet sich Deutschland im europäischen Mittelfeld. Auf längere Sicht stellt sich die deutsche Entwicklung in einem weitaus besseren Licht dar: Das Netto-Geldvermögen pro Kopf lag Ende 2012 in Deutschland – dank strikter Schuldenabstinenz – knapp 18 Prozent über dem Höchstwert aus der Zeit vor der Krise.

Im globalen Vergleich verharrte Deutschland dennoch mit einem durchschnittlichen Netto-Geldvermögen pro Kopf von 41.950 Euro Ende 2012 auf Platz 17 der Rangliste der reichsten Länder. Die Abstände zu den besser platzierten Nationen wie beispielsweise Frankreich und Italien sind dabei aber deutlich geschrumpft. “Deutschlands Platz im Mittelfeld ist kein Ruhmesblatt. Das Thema langfristiger Vermögensaufbau gehört auf die politische Agenda, vor allem angesichts des bevorstehenden demographischen Wandels“, so Heise in einer weiteren Kommentierung der Ergebnisse.

Foto: Hart am Wind segelt die Allianz und kennt die Vermögensverhältnisse rund um den Globus (Quelle: Allianz)

Link: Allianz GWR

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