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Allianz: Anpassungen bei DDR-Altverträgen nicht durch Flut ausgelöst

12.02.2014 – hochwasser-763In einem Bericht der sachsen-anhaltischen Zeitung Volksstimme wurde den Versicherern erneut vorgeworfen, nach der Flut im Sommer des vergangenen Jahres Versicherungsverträge in den stark gefährdeten Gebieten gekündigt zu haben. Die Allianz, die viele Wohngebäude im Osten Deutschlands versichert hat, widerspricht diesen Vorwürfen.

Zu schaffen machen der Allianz die DDR-Altverträge in ihrem Bestand. Rund 450.000 Kunden besitzen eine Wohngebäudeversicherung aus DDR-Zeiten. Diese sind im Marktvergleich sehr günstig und haben keine Selbstbehalte. Daher sei es erforderlich gewesen, auch für bestehende Gebäudeverträge aus DDR-Zeit in besonders hochwassergefährdeten Gebieten einen fairen Selbstbehalt für Überschwemmungsschäden und gegebenenfalls einen höheren Beitrag zu vereinbaren, erläutert die Allianz auf Anfrage von VW-heute.

Im September seien daher 15.000 Kunden, was weniger als fünf Prozent der DDR-Altverträge ausmache, aufgefordert worden, einen entsprechenden neuen Vertrag abzuschließen. Das neue Vertragsangebot mussten die Kunden bis spätestens 31. Oktober unterschrieben an die Allianz zurückschicken, wenn sie den Versicherungsschutz ab 2014 wünschten. Wer den Termin verstreichen ließ, hat keinen Versicherungsschutz mehr.
„Die Anpassung (Selbstbehalt/Mehrbeitrag) steht in keinem Zusammenhang mit dem Hochwasser im Juni 2013“, heißt es von der Allianz weiter. Die Prämien würden über einen längeren Zeitraum kalkuliert und die Berechnungen basierten auf langjährigen Schadenerfahrungen. Bereits seit Februar 2013 hätten Vertreter Kunden angesprochen, um deren Altverträge anzupassen. Eine automatische Kündigung nach einem Schaden gebe es nicht.

Konkrete Zahlen, wie viele der betroffenen Kunden dem neuen Vertrag zugestimmt haben, nannte der Münchener Versicherer nicht. Hierzu hieß es von dem Unternehmen: „Die große Mehrheit hat das Vertragsangebot angenommen oder auf die aktuelle Vertragsgeneration umgestellt.“ (jko)

Bild: Vielen Bewohnern stand damals das Wasser bis zum Hals, jetzt hagelt es Kündigungen. (Quelle: vwh)

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