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MH17 Exposure auf bis zu eine Mrd. US-Dollar taxiert

22.07.2014 – malaysia-airline-logo-150Das in Singapur erscheinende Fachmedium Asia Insurance Review (AIR) taxiert in ersten Schätzungen die finanziellen Belastungen für das mutmaßlich abgeschossene Flugzeug der Malaysia Airlines MH17 auf einen Betrag von bis zu einer Mrd. US-Dollar. Nach Schätzung von Experten werden voraussichtlich rund 50 Mio. Dollar an die Hinterbliebenen ausbezahlt, wobei die Fluggesellschaft eine Anfangszahlung von 5.000 Dollar pro Passagier angekündigt hat.

Für den Verlust der 17 Jahre alten Boeing 777 werden rund 100 Mio. Dollar in Anrechnung gebracht, so die Asia Insurance Review weiter. Demnach wurde die Police von der Willis Group Holdings an die deutsche Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) vermittelt. Der Versicherungsmakler Aon schätzt die Verpflichtungen der Allianz für das Flugzeug auf rund 97,3 Mio. Dollar.

Gemäß dem Abkommen von Montreal, welches die Rechte der Passagiere im internationalen Luftverkehr regelt, ist die Fluggesellschaft automatisch mit 150.000 bis 175.000 Dollar pro Passagier in der Haftung, unabhängig davon wer letztlich die Schuld am Absturz trägt.

“Falls sich Berichte bestätigen, dass die Maschine abgeschossen wurde, wird der Schaden von der relativ kleinen Sektion der Kriegsschäden im Luftverkehr getragen”, lässt sich die Barclay Bank in einer Stellungnahme vernehmen. Daneben bestünden aber weiterhin Passagieransprüche im Rahmen einer “all-risk”-Abdeckung. Schmerzensgeld und Schadenersatzklagen könnten die Schadensumme bis auf eine Mrd. Dollar schrauben, so Insider.

Derweil das Thema Sicherheit im Luftverkehr bzw. die Risiken eines Absturzes schon Gegenstand – stark kritisierter – Werbung war: Wie der Sydney Morning Herald online berichtet, hat die im Bundesstaat Victoria ansässige „Lisa Group“ sich wenige Stunden nach dem Unglück den Google-Suchbegriff „Malaysia Airlines“ gesichert. Die auf die Eingabe des Begriffs folgende Anzeige bei Google habe für Lebensversicherungen geworben. Der Focus schreibt: Dort heißt es: „Welch eine Tragödie! Bis zu 27 Australier waren unter den 298 Menschen an Bord eines Passagier-Flugzeugs der Malaysia-Airlines, das über der Ukraine abgeschossen wurde, und niemand überlebte. Ist das ein Signal, um mal über eine Lebensversicherung nachzudenken?”

Und auch Mitbewerber Singapore Airlines musste sich schleunigst öffentlich entschuldigen, nachdem das Unternehmen direkt nach dem Absturz von MH17 in seinen Online-Netzwerken postete: Wir fliegen nicht über ukrainischem Luftraum. (vwh)

Bild: Das Logo der Fluggesellschaft Malaysia. (Quelle: Malaysia)

Links: US$150 mln-1 bln payouts expected for downed aircraft, Wie versichert man ein Passagierflugzeug, Fällt MH17 unter Kriegsdeckung? (Tagesreport, 21.07.2014)

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