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Agile in der Praxis

16.09.2016 – gregorz_obszanski_sollersVon Grzegorz Obszański. Kernsysteme sind die wichtigsten IT-Systeme bei Versicherungsunternehmen, die zentrale Funktionalitäten unterstützen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Produktverwaltung, das Schadenmanagement, Underwriting oder die Provisionsverwaltung. Auf dem Markt existieren derzeit relativ viele Paketlösungen, die Kernprozesse sowie Kernfunktionalitäten unterstützen.

Diese Systeme werden in einem Prozess von unabhängigen Analytikern bewertet und die besten Lösungen infolgedessen in dutzenden Versicherungen weltweit umgesetzt. So ein Verfahren erlaubt einer Versicherungsfirma, von internationalen “Best Practices” zu profitieren. Die Vielzahl an Implementierungen verringert zudem das Projektrisiko deutlich.

Da Implementierungsprojekte von Kernsystemen besonders langfristig sind, müssen sie von Stakeholdern auf allen Ebenen unterstützt werden. Zudem ist das damit verbundene Risiko in der Regel sehr hoch. Um dieses deutlich zu verringern und ein Scheitern des Projekts vorzubeugen, muss es sehr genau geplant und der Umfang in kleinere Abschnitte unterteilt werden. Dabei wird besonders bei führenden Institutionen der Finanzbranche, aber auch bei Unternehmen aus anderen Branchen, die Projektmethode Agile verwendet.

Agiles Projektmanagement wird sehr häufig bei der Umsetzung von vielseitigen Front-End-Produkten und bei der Implementierung von Kernsystemen für Policen- und Schadenverwaltung eingesetzt. Die universelle Buiness-Plattform dient dem Kunden dann dazu, verschiedene Produktgruppen zu erstellen, den Kundenservice zu vereinheitlichen sowie alle Systeme mit nur einer einfachen Schnittstelle zu verbinden.

Um dies zu bewerkstelligen, werden Experten eines Teams zur Verfügung gestellt, welches aus Projektmanagern sowie Scrum-Mastern besteht, und die Agile-Methode bereits mit Erfolg in verschiedenen Projekten angewendet hat. Für viele Unternehmen ist es häufig eine Herausforderung, neue Projektverwaltungs- und Software-Entwicklungsmethoden zu implementieren. Das macht die Unterstützung durch externe Expertenkentnisse besonders wichtig.

Um Institutionen am besten unterstützen zu können, entwickelte man zwei unterschiedliche Kooperationsmodelle. Beim ersten wird gemeinsam eine IT-Lösung mittels der Agile-Methode implementiert. Mitarbeiter des Unternehmens agieren hierbei als Teil des Projektteams und lernen die Agile-Methode schnell kennen, um sie danach weiterhin selbstständig anwenden zu können.

Bei dem anderen Modell werden externe, erfahrene Scrum-Praktiker im Projektteam des Unternehmens eingesetzt. Die Experten sind mit allen Projektaufgaben wie der Software-Entwicklung und Verfeinerung der User-Stories eng vertraut. Scrum-Master leiten Trainings zur Agile-Methode für das Projektteam und stehen täglich als Coach zur Verfügung. Beide Modelle gewährleisten, dass die Agile-Methode in der Praxis im Rahmen eines Umsetzungsprojektes erlernt werden kann und gleichzeitig eine neue IT-Lösung direkt implementiert wird.

Dank Agile kann somit z.B. ein kompliziertes Schadenmanagementsystem innerhalb von nur sieben Monaten umgesetzt werden. Auch ein “Greenfield”-Versicherer wird innerhalb von fünf Monaten für den Verkauf seiner ersten Policen vorbereitet. Ermöglicht wird das durch eine enge Kooperation und Kommunikation zwischen Business- und IT-Teams.

Beide sind charakteristisch für die fortschrittliche Agile-Methode und stellen sicher, Veränderungen schnell und effizient zu implementieren. So entsteht die IT-Lösung für den Kunden übersichtlich und schrittweise. Da alle Stakeholder eng ins Projekt eingebunden sind, haben sie mehrere Möglichkeiten, Prioritäten und Modifikationen zu verwalten. Das macht das Projektrisiko auch deutlich niedriger als bei klassischen Arbeitsmethoden.

Ein umfassendes sowie agiles Lösungskonzept bietet Sollers Consulting mit seiner universellen Business-Plattform RIFE, dem so genannten Responsive Insurance Front End. Es kann u.a. verschiedene Produktgruppen erstellen, den Kundenservice vereinheitlichen, Pilotprojekte durchführen, Marktnischen erobern, Eintrittsbarrieren reduzieren und ist mit mehr als 90 Prozent aller auf dem Markt erhältlichen Geräte kompatibel.

RIFE basiert auf einer Reihe modernster Technologien, um nicht nur intuitiv und benutzerfreundlich aufzutreten, sondern im Vergleich zu auf dem Markt vorhandenen “Out-of-the-box”-Lösungen auch deutlich effektiver zu agieren. Durch die agile Arbeitsweise ermöglicht die komplexe Lösung beim Verkauf von Versicherungen eine schnelle Implementierung neuer Produkte, sowie eine elastische Anpassung an die Anforderungen eines modernen Unternehmens.

Bild: Grzegorz Obszański ist Consultant von Sollers Consulting (Quelle: Sollers)

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