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AGCS warnt vor Hackerangriffen und neuen Risiken durch Mega-Schiffe

25.03.2015 – Norman_Atlantic_AGCSCyberangriffe auf Navigationssysteme und Terminals und die immensen Ausmaße der neuen Megaschiffe hat AGCS als die neuen Risiken für die Seefahrt ausgemacht. “Größere Schiffe bedeuten auch potenziell größere Schäden. Die Branche sollte sich für die Zukunft auf Großschäden von über einer Mrd. US-Dollar einstellen”, sagt Sven Gerhard von AGCS.

Anlässlich der Vorstellung der aktuellen Studie stellte Sven Gerhard, Global Product Leader Hull & Marine Liabilities, AGCS, die Frage “ob nach einer Kapazitätssteigerung von mehr als 80 Prozent innerhalb von zehn Jahren das Risikomanagement nicht neu überdacht werden müsse.”

So können diese nur wenige Tiefwasserhäfen ansteuern, was eine Konzentration der Risiken bedeutet. Zudem besteht weltweit ein Mangel an qualifizierten Fachkräften für ihre Steuerung. Die Bergung und Beseitigung von verunglückten Schiffsriesen ist ebenfalls eine Herausforderung.

Wie die Bergung des Wracks der Costa Concordia zeigt, können die Kosten leicht ein Vielfaches des Kaskowerts betragen. “Die Schifffahrtindustrie sollte lange und gründlich nachdenken, bevor sie den Sprung zur nächstgrößeren Schiffsgröße wagt”, so Kapitän Rahul Khanna, Global Head of Marine Risk Consulting, AGCS.

“Cyberrisiken mögen in dieser Branche noch ganz am Anfang stehen. Künftig könnten Schiffe und Häfen jedoch zu verlockenden Zielen für Hacker werden. Unternehmen müssen mögliche Szenarien simulieren und geeignete Maßnahmen zur Risikominderung identifizieren”, sagte Khanna.

“Ein Cyberangriff auf die Technik an Bord, insbesondere auf die elektronischen Navigationssysteme, könnte zu einem Totalverlust führen oder sogar mehrere Schiffe einer Reederei betreffen”, ergänzt Gerhard. Andere Szenarien sind zum Beispiel Cyberangriffe auf große Häfen, die Terminals außer Betrieb setzen oder Containerladungen oder vertrauliche Daten manipulieren. Solche Angriffe könnten zu erheblichen Betriebsunterbrechungsschäden oder zu Reputationsverlusten führen.

Der langfristige Abwärtstrend bei den Schiffsverlusten hat sich 2014 mit 75 gemeldeten Großschäden weltweit fortgesetzt. Damit war das vergangene Jahr laut AGCS-”Safety and Shipping Review 2015″ das sicherste Jahr für die Schifffahrt seit zehn Jahren. (vwh/ku)

Link: “Safety and Shipping Review 2015″ von AGCS (PDF)

Bild: Die brennende Fähre Norman Atlantic im Dezember 2014 (Quelle: AGCS)

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