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Abwehr von Cyber-Attacken auf Kosten der Angreifer

18.11.2015 – CYBERby_flown_pixelio.de -Von VWheute-Korrespondent Reinhold Müller. Verhindern lässt sich nicht mehr, was insbesondere hierzulande mit “Industrie 4.0″ umschrieben wird und die immer stärkere Digitalisierung und Vernetzung aller Bereiche in den Industrieunternehmen meint. In dieser Einschätzung waren sich die Referenten am Tag Zwei der “AGCS Expert Days 2015″ in München allesamt einig.

Dies völlig unabhängig davon, ob sie von Thorsten Widmer von der Robert Bosch GmbH oder Bernhard Hennicke von der ABB GmbH Erfahrungsberichte aus der Industrie beitrugen oder von AGCS-Manager Michael Bruch und Clive Trencher in Diensten der Assekuranz stehen. Außerdem, so stimmten sie ebenfalls überein, macht diese Entwicklung schließlich auch Sinn, weil sie die Effizienz steigert.

Die Komplexität allerdings ebenfalls, ergänzt Stefan Thumm vom Allianz Center für Technology (vormals AZT) der AGCS. Er empfahl daher durchaus immer eine nüchterne Abwägung, welcher Grad an Komplexität in den einzelnen Betrieben einerseits gebraucht wird und andererseits von ihnen beherrscht werden kann. Dies nicht zuletzt mit Blick auf das Risiko von Cyber-Attacken.

Angriffsversuchen von wie auch immer motivierten Hackern, ließ Idan Udi Edry keinen Zweifel, entgeht nämlich längst kein Unternehmen mehr. Den Glauben, sie ganz verhindern zu können, verwies der Chief Information Security Officer des israelischen Beratungsunternehmens Nation-E schlicht ins Reich der Wunschvorstellungen.

Der Experte, der sich sein Know how zu einem erheblichen Teil bei einer Spezialeinheit der israelischen Armee angeeignet hat, empfiehlt daher als Abwehrstrategie, durch geeignete Maßnahmen die Kosten eines solchen Versuchs für potentielle Angreifer möglichst stark in die Höhe zu treiben. Damit bestehe die Chance, dass sie von sich aus das Interesse verlieren.

Für Versicherer hatte er unter Verweis auf jüngste Trends in den USA in diesem Zusammenhang ebenfalls einen Tipp parat. Dort würden den Kunden inzwischen nämlich nur noch Cyber-Policen mit sehr begrenzten Deckungssummen angeboten. Dies trage dazu bei, dass die Unternehmen bei ihrem eigenen Risikomanagement keine Nachlässigkeiten einreißen lassen.

Bildquelle: flown / pixelio.de

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