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Abhängigkeit von China und politische Risiken

01.02.2016 – Den Industrieländern machen vor allem die Schwankungen an den Finanzmärkten, die Abkühlung des chinesischen Wachstums und in Förderländern wie Kanada der niedrige Ölpreis zu schaffen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Coface Länderrisikobewertung. Gemeinsam mit der allgemeinen Eintrübung des Geschäftsklimas weltweit aufgrund zunehmender politischer Risiken, darunter die US-Wahlen, einem möglichen “Brexit”, Unsicherheiten im Nahen Osten und allgemeiner Terrorgefahr, sind die Wachstumsaussichten mäßig.

Coface erwartet in den Industrieländern ein moderates Wachstum um etwa zwei Prozent. Im Kreis der Industrieländer zählt insbesondere Japan mit seiner starken Abhängigkeit vom chinesischen Markt (18 Prozent der japanischen Exporte gehen nach China) zu den potentiellen Opfern des Konjunkturrückgangs in China. Die japanischen Wachstumsaussichten steigen nicht über 0,9 Prozent.

In den Schwellenländern ist besonders der hohe Grad an Unternehmensverschuldungen riskant. Laut den Wirtschaftsexperten der Coface gehören chinesische Firmen zu den am höchsten verschuldeten Unternehmen. Ihre Verschuldung entspricht mehr als 160% des Bruttoinlandsprodukts und liegt 60 Punkte über den Zahlen von 2008. Hinter China liegen die Türkei (+30 Punkte), Brasilien (+17 Punkte) und Malaysia (+11 Punkte). Die Wachstumsraten der Schwellenländer haben sich innerhalb von 5 Jahren halbiert. Coface erwartet 3,9 Prozent Wachstum für 2016.

Einige Länder wie Brasilien, Kanada und Südafrika hat der Kreditversicherer aufgrund steigender Risiken abgewertet. (vwh/ku)

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