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Aba-Tagung: Hoffen auf politische Signale für die bAV

06.05.2014 – nahles-83Die diesjährige Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für betriebliche Altersversorgung (Aba) in Berlin findet erstmals in Zeiten einer neuen Großen Koalition statt. Die hat sich in ihren Koalitionsvertrag eine weitere Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) vor allem in Klein- und Mittelbetrieben in den Leistungskatalog geschrieben. Von daher dürften die Erwartungen an den Vortrag von Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) besonders hoch sein.

Aba-Vorsitzender und Geschäftsführer der MetallRente Heribert Karch wird einen Bericht zur aktuellen Lage der betrieblichen Altersversorgung geben und Ministerin Nahles mit Sicherheit seine Wunschliste mit auf den Weg geben. Am ersten Tag stehen zudem Vorstandswahlen an.

“Die Liste der Themen, die uns derzeit beschäftigen ist lang”, erklärt Karch im Exklusiv-Interview mit VWheute (siehe DOSSIER). “Neben der anstehenden Umsetzung der Mobilitätsrichtlinie sind es die vielfältigen EU-Themen, die uns in den nächsten Monaten stark beschäftigen werden. Für den nationalen Reformprozess haben wir den zuständigen Ministerien eine Roadmap von Maßnahmen übergeben und werden beharrlich die Chancen und Stärken der bAV aufzeigen. Mit Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer wollen wir gemeinsam an einem Tisch besprechen, was für eine deutlich breitere Aufstellung der bAV nun notwendig ist. Denn nur gemeinsam in einem partnerschaftlichen Geist können wir die bAV voranbringen.”

Nahles indes dürfte in ihrem Vortrag deutlich machen, dass ihr zwar die Verbreiterung der betrieblichen Altersversorgung am Herzen liegt. Ihr Hauptaugenmerk gilt bis zur parlamentarischen Sommerpause aber der Abarbeitung zentraler Koalitionsvorhaben: Verabschiedung des Rentenpakets sowie Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns von zunächst 8,50 Euro die Stunde. Die auch von der Koalition gewollte stärkere Einbeziehung von Klein- und Mittelbetrieben dürfte sich zudem als besondere Herausforderung erweisen, da für sie ein möglichst einfaches und unbürokratisches Verfahren gefunden werden sollte. Daneben wird man sehen müssen, wie ein Opting-out-Modell in der bAV umgesetzt werden kann, so dass ein Arbeitnehmer sich dann ausdrücklich gegen eine Teilnahme an der bAV aussprechen müssten.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung beginnen die Fachtagungen, die am Mittwoch fortgesetzt werden. Die jeweiligen Fachvereinigungen für Pensionsfonds, Pensionskassen, Direktversicherung, Direktzusagen und Unterstützungskassen sowie die mathematischen Sachverständigen und öffentlich-rechtlichen Altersversorgungseinrichtungen haben sich ein umfangreiches Arbeitsprogramm vorgegeben.

Die Aba zählt über 1.200 Mitglieder von Unternehmen aller Größenordnungen über Träger der betrieblichen Altersversorgung bis hin zu Versicherungsmathematikern, Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern. (brs)

Foto: Wird Andrea Nahles politische Signale für ein Opting-Out-Modell bei der bAV setzen? (Quelle: vwh)

Link: Exklusiv-Interview Heribert Karch: “Eine einfachere bAV ohne Fehlanreize” (Tagesreport, 06.05.2014)

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