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500.000 Euro für einen Segler

20.05.2016 – Schifffahrt und Versicherer bilden seit jeher eine natürliche Symbiose. So gehört die Versicherung der transportierten Waren und beförderten Passagieren bereits seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Geschäftsfeldern der Transportversicherer. Allerdings ist auch die Geschichte manch betagter und mythos-behafteter Schiffe untrennbar mit der Geschichte der Versicherung verbunden – wie GDV.de am Beispiel der “Gorch Fock I” zeigt.

Erbaut im Jahre 1933 diente das heutige Museumsschiff zunächst als Schulschiff der deutschen Reichsmarine. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde der weiße Segler von den Deutschen versenkt, damit diese nicht der Roten Armee in die Hände fallen sollte. Dennoch gelang es den Sowjets, dass Schiff wieder zu heben. Als Teil der deutschen Reparationsleistungen segelte die “Towarischtsch” bis 1991 unter sowjetischer Flagge.

Mit dem Zerfall der UdSSR ging das Schiff in den Besitz der Ukraine über. Nachdem diese sich das einstige Schulschiff nicht mehr leisten konnte, liegt die “Gorch Fock I” heute wieder in alter Schönheit im Hafen von Stralsund. Besitzer ist der Verein Tall-Ship Friends. Ob das Schiff einst wieder in See stechen kann, ist ungewiss.

Aber auch als “Schiffs-Stilleger” ist das Schiff mit rund 500.000 Euro versichert. Versichert sind dabei die maschinellen Einrichtungen und Zubehör inklusive Wrackbergung – ergänzt um eine entsprechende Haftpflicht. Ihr Schwesterschiff – die “Gorch Fock II” – ist übrigens wie alle Marineschiffe nicht versichert. Im Schadenfall haftet dann nämlich der Bund. (vwh/td)

Link: Das zweite Leben der ersten Gorch Fock

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