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32. Münsterischer Versicherungstag: GDV-Präsident Erdland für Beibehaltung des Provisionssystems

24.11.2014 – munsterischer_versicherungstag_2014_150Ein Bericht von Prof. Peter Koch, Aachen.

Zum 32. Münsterischen Versicherungstag am 22. November 2014 in der Aula des Schlosses – mit 340  Teilnehmern eine der besucherstärksten Veranstaltungen dieser traditionsreichen Reihe unter der bewährten Moderation von Petra Pohlmann – von der Rektorin der Universität Münster Ursula Nelles als gelungene Verbindung zwischen Hochschule und Entscheidungsträgern der Wirtschaft genannt, zeichnete GDV-Präsident Alexander Erdland ein anschauliches Bild des gegenwärtigen Standes der Versicherungswirtschaft.

Er bezeichnete die Veränderung der Gesellschaft, die Niedrigzinsphase und die Regulation als die entscheidenden Bestimmungsfaktoren. Dabei ging er auf die Anpassung der Kapital-anlagepolitik sowie die Notwendigkeit der Abschlusskostensenkung ein. Das bewährte Provisionssystem müsse erhalten bleiben, weil sich die Honorarberatung nicht für breite Schichten eignet. Im Interesse des Verbraucherschutzes würden die Versicherungsbedingungen im Hinblick auf ihre Verständlichkeit überarbeitet. Ganz wesentlich sei die Gewinnung des Vertrauens der Versicherten, weil sie erst spät erkennen könnten, ob das eingehalten werde, was man ihnen versprochen habe.

Den zum 7. Mal verliehenen Helmut-Kollhosser-Preis, in diesem Jahr gestiftet von der Kanzlei Heimann & Hallermann, Hamm, erhielt Dominik Schäfers für seine Münsteraner Dissertation, welche die versicherungsrechtliche vorvertragliche Anzeigepflicht in Beziehung setzt zum allgemeinen Recht der Leistungsstörungen.

Lothar Michael, Universität Düsseldorf, machte mit dem Verhältnis des Aufsichts- zum Gesellschaftsrecht vertraut, und Joachim Grote, Partner von Bach Langheid Dallmayr, Köln, stellte die Rechtsprechung des BGH zur Problematik des Policenmodells vor.

Am Vorabend hatte Kai Kuklinski, Vorstandsvorsitzender der AXA Art Versicherung AG,  im neu eröffneten LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) – Museum für Kunst und Kultur die Zuhörer mit der Kunst, Kunst zu versichern, vertraut gemacht. Er führte in die Kunstmärkte mit ihren immensen Preissteigerungen ein; die Hälfte des Umsatzes laufe über die Auktionshäuser. Vertragspartner des Weltmarktführers, der an die Aktivitäten des früheren Nordstern anknüpft, seien Privatkunden, der Handel und Institutionen, die das größte Beitragsvolumen brächten. Am schadenträchtigsten seien Naturkatastrophen. Diskutiert wurde vor allem die Bewertung der versicherten Kunstobjekte. (vwh)

Bild: 32. Münsterischen Versicherungstag am 22. November 2014 in der Aula des Schlosses. (Quelle: MVT)

Link: Informationen zum Autor Prof. Peter Koch

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