Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Wohin mit dem ganzen Geld?

01.02.2017 – Geldbeutel_birgitH_pixelioInnovative Anlagestrategien auf dem Prüfstand – so lautete der Leitgedanke am zweiten Tag des 2017 erstmals vom MCC veranstalteten Kongresses Capital, Investment, Management, kurz CIM. Mit besonderer Spannung wurde dabei der Vortrag von Philipp Steinberg vom Wirtschaftsministerium erwartet. Versicherer, institutionelle Anleger und Wirtschaftsverbände fordern schon lange mehr Möglichkeiten für Public-Private-Partnerships (PPP).

Doch es hakt am “politischen Willen”. Laut Koalitionsvertrag von 2013 hat sich die Berliner Regierungsmannschaft verpflichtet, die Rahmenbedingungen für private Investitionen zu verbessern. Als Investitionsbereiche wurden der Breitbandausbau, die Energiewende und kommunale Investitionen beschrieben. Dazu wurde von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Kommunalpanel 2016 eine ganze Reihe von Investitionslücken in deutschen Kommunen ausgemacht: Auf 136 Mrd. Euro beziffert darin die KfW die Investitionslücke.

Je ein Viertel davon entfallen auf den Bereich Straßen und Infrastruktur, sowie auf das Segment Schulen und Erwachsenenbildung. Auf Platz drei folgt die Wasserver- und Entsorgung. Ein weites Feld eigentlich für langfristig orientierte Anleger und Investoren. Doch dem stehen mangelnde Kapazitäten, “Behörden-Ping-Pong”, Bürokratie und eine zu geringe Risikobereitschaft auf beiden Seiten entgegen. Das größte Problem dabei sind allerdings politische Vorbehalte gegenüber der Einbindung privater Investoren, wie aus dem Vortrag Steinbergs deutlich wurde. Und davon gab auch die anschließende Diskussionsrunde ein beredtes Zeugnis ab, wie hier im Video zu sehen ist.

“Risikomanagement in turbulenten Zeiten” hatte der Managing Director der Allianz Global Investors, Wolfgang Mader, seinen Vortrag überschrieben und nach der Betrachtung des aktuellen Marktumfeldes die Fragen nach einem aktiven Risikomanagement sowie die nach einer effizienten Umsetzung dynamischer Allokationen beantwortet. Worauf es hier konkret ankommt und worin sich die aktuelle Lage von den Standartlagen der Vergangenheit unterscheidet beantwortet Mader im Exklusiv-Interview mit VWheuteTV:

Klar wurde auch, nach zwei Tagen intensiver Klausur und Beratung über die Frage wie trotz niedrigster Zinsen und steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen die Performance gewahrt bleiben kann, dass es das eine richtige Rezept nicht gibt. So setzt Dirk Rogowski von Veritas auf die sogenannte Aktienampel zur Identifizierung gefährlicher Entwicklungen am Aktienmarkt. Ein Tool, welches die Risikomanager in seinem Hause schon vor den Abstürzen von 2008 bewahrt hatte und Thomas Reichsthaler, Manager bei RSU setzt mit seinem Smart Measure Risk Management auf die Aussagekraft des Ratings. Sein Motto für Zeiten wie diese lautete: “Cool bleiben”. (vwh/ak)

Bildquelle: birgitH / pixelio

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten