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Wissmann: “Exportstärke nicht naturgegeben”

05.07.2017 –

Auto, Mobilitaet, autonomes Fahren, vernetztes Fahren -Quelle dgTrotz Diesel-Skandal blickt die deutsche Automobilbranche auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr. Drei Prozent mehr Neuzulassungen im Monat Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kann Matthias Wissmann, Präsident des Verband der Automobilindustrie (VDA), auf der Halbjahres-Pressekonferenz präsentieren. Die Wachstumsrate im Elektro-Segment befindet sich im dreistelligen Bereich.

“Wirtschaftspolitisch besteht weder national noch international – Stichwort Handelspolitik – Anlass, sich zurückzulehnen”, sagt Matthias Wissmann. Der Weltmarkt wuchs im ersten und zweiten Quartal um zwei Prozent, er ist besonders wichtig für deutsche Autobauer: Die Exportquote beträgt schließlich 77 Prozent. “Exportstärke ist nicht naturgegeben”, mahnt der ehemalige Bundesverkehrsminister. “Offene Märkte und damit eine klar Handelspolitik sind wichtiger denn je. Exportstärke muss darüber hinaus Tag für Tag neu erarbeitet werden.”

Hoffnung setzt die Automobilindustrie in das Elektro-Auto, 40 Mrd. Euro will die Branche bis 2020 in alternative Antriebe investieren, das deutsche Angebot soll im gleichen Zeitraum von 30 auf 100 Modelle steigen. 102 Prozent Wachstum bis Mai scheinen die Investition in diesem Segment zu bestätigen – allerdings basiert das Wachstumswunder in Elektro auf einer geringen Ausgangsgröße. Der Anteil deutscher Elektro-Pkws am europäischen Markt stieg im ersten Halbjahr ebenfalls, von 45 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 49 Prozent.

Automobilindustrie bei Digitalisierung ans Steuer

“Wir haben das klare Ziel, bei der Digitalisierung im ‘driver’s seat’ zu sein”, unterstreicht Wissmann den Anspruch der Branche. 58 Prozent der Patente rund um autonomes und vernetztes Fahren halte die deutsche Automobilbranche, so der ehemalige CDU-Politiker weiter.

Die Digitalisierungs-Agenda bestimmen will der VDA auch durch die New Mobility World 2017, einem Business-Event am Rande der 67. IAA im September in Frankfurt am Main. Diese soll nicht nur Traditionsunternehmen und Mobility-Start-ups zusammenbringen, auch IT-Unternehmen wie SAP und IBM, Social-Medium Facebook und die Allianz werden erwartet. Auf einem Freigelände sollen Besucher außerdem autonomes Fahren live erleben können. (vwh/de)

Bildquelle: dg

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