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Wettspiele um die Liebe der Stars

19.01.2018 – Liebe_Herz-Heirat_by_Juergen Acker_pixelio.de.Wie lange hält die Beziehung zwischen Helene Fischer und Florian Silbereisen? Wenn sie darauf schon immer wetten wollten, müssen sie nach China. Die chinesische Versicherungsaufsichtsbehörde weist allerdings aktuell streng darauf hin, dass es sich bei dem Produkt, wer hätte es gedacht, nicht um eine Versicherung handelt.

Gut, die chinesischen Pendants zu Fischer und Silbereisen heißen Lu Han, Profession Sänger, und Guan Xiaotong, Schauspielerin und “Nation’s Daughter”, aber das Prinzip ist eine Wette auf die (Dauer der) Liebe. Für 11,11 Yuan, circa 1,41 Euro, kann der Kunde darauf wetten, dass die beiden nach einem Jahr noch ein Paar sind. Bei Erfolg wird der doppelte Einsatz ausbezahlt.

Ähnliche Wetten werden auch mit anderen chinesischen Stars angeboten, teilweise mit besseren Quoten und absurderen Regeln. Es kann zum Beispiel darauf gewettet werden, dass sich ein Star innerhalb eines Jahres verliebt. Wie das gemessen und bewiesen wird, weiß wohl einzig Gott.

Wenn sie das für schräg halten, in Deutschland wirbt eine Partnerbörse, Name der Redaktion bekannt, mit dem Slogan “Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über …”. Diese Aussage ist auch nur bedingt substanziell unterlegt.

Der Staat greift ein

In China hat sich jetzt der Staat dem Fall angenommen, denn für Beamte ist Liebe ja bekanntermaßen etwas Heiliges. Die Versicherungsregulierungskommission Chinas (CIRC) darauf hin, dass die oben beschriebenen Liebes-Versicherungen keine Versicherungsprodukte seien. Sie würden gesetzlichen Vorschriften nicht einhalten und nicht von Versicherungsunternehmen verkauft.

Bisher haben sich nach einem Artikel von german.china.org allerdings erst 60 Personen auf die Deals eingelassen. Aber gut, dass man darauf hingewiesen hat.

Das Offensichtliche fasst ein “Insider der Industrie” noch einmal zusammen: “Liebes-Versicherungen […]scheinen ein innovatives Versicherungsprodukt zu sein. Tatsächlich sind sie das nicht. Stattdessen handelt es sich um illegale Kapitalbeschaffung mit einem gewissen Glücksspielcharakter.”

Das könnte man so sagen. (vwh/mv)

Bildquelle: Jürgen Acker / www.pixelio.de / PIXELIO

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