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Weniger Millionenschäden durch “falsche Fuffziger”

29.01.2018 – Geld_Claudia Hautumm_pixelio.de“Wer falsches Geld als echt in Verkehr bringt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft”, heißt es im Strafgesetzbuch. In Deutschland scheint die Strafandrohung zu wirken: Laut Europäischer Zentralbank ist die Zahl der falschen Euro-Scheine im letzten Jahr deutlich zurückgegangen. Damit trotzt die Bundesrepublik einem globalen Trend.

Demnach wurden nach Angaben der Deutschen Bundesbank im Jahr 2017 hierzulande 72.881 Euro-Blüten sichergestellt. Dies entspricht einem Rückgang von 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der rechnerische Schaden durch den Umlauf von Falschgeld sank in Deutschland um 2,4 Prozent auf rund 4,1 Mio. Euro.

“Seit der Einführung der Europa-Serie mit verbessertem Fälschungsschutz ist ein Rückgang der Falschgeldzahlen festzustellen. Insbesondere die Zahl der 20-Euro-Fälschungen ist deutlich gesunken. Auch die 50-Euro-Fälschungen sind bereits leicht zurückgegangen”, betont Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

Dabei ist der 50-Euro-Schein bei den Geldfälschern immer noch besonders beliebt. So wurden nach Angaben der Bundesbank im vergangenen Jahr allein 47.750 “falsche Fuffziger” aus dem Verkehr gezogen. Dies entspricht einem Anteil von 65 Prozent. Ebenfalls sehr beliebt sind auch die 20-Euro-Scheine mit einem Anteil von 21 Prozent der falschen Banknoten (15.566).

Besonders große Scheine kommen hingegen kaum als Falschgeld in den Umlauf. So liegt der Anteil der falschen 100-Euro-Noten bei lediglich acht Prozent (5.647), gefolgt von unechten 500-Euro-Noten mit einem Anteil von zwei Prozent (1.432) und falschen 200-Euro-Noten (647 – Anteil: ein Prozent).

Damit trotzt die Bundesrepublik hingegen dem globalen Trend. So entdeckten Banken, Polizei und Handel im letzten Jahr weltweit rund 694.000 gefälschte Euro-Banknoten. Dies entspricht einem Plus von rund 1,5 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. Der weltweite Schaden durch Euro-Blüten ging hingegen auf 36 Mio. Euro (2016: 40 Mio.) zurück. (vwh/td)

Bildquelle: Claudia Hautumm / PIXELIO (www.pixelio.de)

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