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Weniger Beschwerden beim Ombudsmann

16.01.2017 – hirsch_Versicherungsombudsmann_Der Versicherungsombudsmann, der diese Woche in Berlin sein 15-jähriges Bestehen begeht, hat im vergangenen Jahr deutlich weniger Beschwerden entgegen genommen als noch im Rekordjahr zuvor.

Wie aus Kreisen des Ombudsmanns jetzt bekannt wurde, gingen 2016 insgesamt 19.579 Beschwerden ein. Im Jahr zuvor waren es noch 20.827 gewesen, wobei allerdings etwa 1.000 Beschwerden unzulässig waren und dem Bankenbereich zuzuordnen gewesen wären, hieß es weiter. Der Versicherungsombudsmann ist seit August 2016 eine anerkannte Verbraucherschlichtungsstelle nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz.

Nach den Angaben wurden im vierten Quartal 2016 insgesamt 5.027 Beschwerdeeingänge gezählt. Im Vorquartal waren es noch 5.111 Eingaben gewesen, die zunächst auf ihre Zulässigkeit geprüft werden. Im Kern geht es um Beschwerden gegen Versicherungsunternehmen und Versicherungsvermittler, wobei letztere allerdings kaum ins Gewicht fallen. Auch wenn einem die Zahl von rund 20.000 Beschwerden im Jahr hoch vorkommen mag, im Vergleich zu den millionenfach abgeschlossenen Versicherungsverträgen ist sie doch verschwindend gering. Im Ergebnis lag das Beschwerdeaufkommen 2016 noch unter dem von 2014 (19.897).

Wie es weiter hieß gingen In fast allen Sparten die Eingänge zurück. In der Rechtsschutzversicherung war allerdings ein weiterer Anstieg zu verzeichnen, der im zweistelligen Bereich lag. Wesentlicher Grund dafür waren den Angaben zufolge zwei Beschwerdekomplexe. Zum einen kamen Beschwerden im Zusammenhang mit dem Thema VW-Abgasskandal beim Ombudsmann auf den Tisch. Diese Beschwerden seien überwiegend über eine bestimmte Rechtsanwaltskanzlei zugeleitet worden. Zum anderen betrafen viele Beschwerden die Frage, ob der Versicherer Kostenschutz für die Durchsetzung eines Widerrufs von Darlehns- oder Lebensversicherungsverträgen erbringen muss. Zu beiden Komplexen seien mehrere hundert Beschwerden eingegangen. (brs)

Bild: Günter Hirsch, Ombudsmann für Versicherungen (Quelle: Ombudsmann für Versicherungen)

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